Neues von Intel

Neues aus dem Server-, Notebook- und Consumerbereich

Wenn Intel eine Veranstaltung bevorzugt zur Präsentation neuer Produkte nutzt, dann ist es das IDF – das Intel Developer Forum. Dort wurden in den vergangenen Jahren u.a. der erste 1GHz Pentium III demonstriert, der Coppermine-Core gezeigt, der PC133-Standard vorgestellt und der Pentium 4 Prozessor als Prototyp vorgeführt.

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Auch dieses Jahr gibt es einige Neuheiten auf der IDF zu bestaunen.

So z.B. Intels zweiten 64-Bit Prozessor McKinley. Dieser soll einmal den noch nicht erschienenen Merced ablösen. Wann dies sein soll, ist noch unbekannt. Der Merced hat jedenfalls bis dato einige Jahre Verspätung. Bei normalen Anwendungen soll der Prozessor bis zu achtmal schneller sein als die derzeit vermarkteten Pentium III Xeon. Für den Heimanwender ist das Prozessormonster allerdings nicht gedacht. In absehbarer Zeit wird er nur in Servern und Workstations verbaut werden.

Während die Desktop-Prozessoren offenbar darum ringen, möglichst viel Strom zu verbrauchen, kann man auf dem Notebook-Markt genau das Gegenteil beobachten. Seitdem der Transmeta Crusoe angekündigt wurde, bemüht sich Intel um einen möglichst niedrigen Stromverbrauch seiner Notebook-Prozessoren. In dieses Konzept passt die neue Low Voltage Version des Mobile Pentium III mit 700MHz. Dank Speedstep kann der Prozessor seinen Takt auf 500MHz und die Corespannung von 1,35 auf 1,1V verringern. Bei dieser Taktrate soll der Chip nicht einmal 5W verbrauchen. Mit diesen Zahlen sollte man allerdings vorsichtig umgehen. Zumeist liegen die tatsächlichen Verbrauchswerte etwas höher. Genügsamer als manch anderer Mobil-Pentium dürfte das Modell dennoch sein.

Nichtsdestotrotz klingen Intels Pläne in Bezug auf Mobilprozessoren nach „Kleiner-Schneller-Weiter“. So soll der Mobile Pentium III ab dem zweiten Halbjahr in 0,13µ hergestellt werden (Tualatin). Mit 1066 und 1133MHz und 512KB onDie Cache soll der Chip starten. Von diesem Prozessor wurde auf dem IDF bereits ein mit 850MHz getakteter Prototyp gezeigt.
Doch damit nicht genug. Dem Strommonster Pentium 4 soll bereits im Februar 2002 ein mobiler Ableger zur Seite stehen. Ebenfalls im 0,13µ-Prozess hergestellt soll der Chip mit 1,5 und 1,6GHz auf den Markt kommen. Diese Prozessoren sollen auf dem Northwood-Design basieren. Bis dahin muss man den Stromverbrauch allerdings massiv senken. Der Pentium 4 1,5GHz verbraucht derzeit mal eben 55W.
Oder man liefert die CPUs zusammen mit einer Wasserstoff-Zelle aus.

Wo wir gerade beim Thema Northwood sind. Auch von diesem Modell tauchten bereits erste Fotos auf. Der Prozessor wird in 0,13µ gefertigt, auf den Sockel478 aufsetzen (Pentium 4 benötigt derzeit den Sockel423) und vermutlich bei 2GHz starten. Ab Ende 2001 wird man die CPU kaufen können.

Bei sovielen neuen Prozessoren geht eine Meldung über das Auslaufen einer CPU fast unter. Intel informierte seine OEMs, dass der 900MHz Pentium III ab dem 3.6. nicht mehr ausgeliefert wird. Bestellungen nimmt man nur noch bis zum 30.3. an. Da man das 900MHz Modell bei keinem einzigen Händler erwerben konnte, wissen vermutlich die meisten nicht einmal, dass es es gab. Nur Aldi bzw. dessen Zulieferer Medion setzte den Prozessor einmal in einem Computer ein.
Intel favorisiert die Pentium III Prozessoren mit einem 133MHz Frontsidebus. Man sieht keine Notwendigkeit für den 900MHz Prozessor mit nur 100MHz FSB.

Bilder

Quellen

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Quelle: Verschiedene

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