Sinken Pentium 4 Preise massiv?

Preissenkungen sollen stärker ausfallen als vermutet

x-bit labs haben sich einmal umgehört und sind dabei auf einige von bisherigen Informationen abweichende Preise zu Intels Prozessoren gestossen. Bisher verwunderten vor allem die hohen Preise des Pentium 4 Prozessors. Mit 1500DM Prozessoren erscheint der Wunsch der Eroberung des Massenmarktes mehr als unwahrscheinlich. Sollte Intel die Preise wirklich so stark senken, wie von x-bit labs vermutet, dürfte sich dieses Ziel sehr viel einfacher erreichen lassen. Wir halten die Angaben durchaus für realistisch.

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Prozessor Taktfrequenz Preis jetzt Preis Mitte 2001
Pentium 4 1700 MHz $455
1500 MHz $631 $316
1400 MHz $427 $241
1300 MHz $333 $193
Pentium III 1266 MHz $348
1133 MHz $294

Wie man unschwer erkennen kann, soll der Pentium 4 teilweise um bis zu 50% günstiger werden. Bei einem Preis von $316 inkl. 128MB RDRAM wäre der Pentium 4 zumindest preislich auf einem akzeptablen Niveau angelangt.
Doch dies ist nicht das einzig Auffällige. Der Tualatin (Pentium III) wird auf einem höheren Preisniveau angesiedelt als der Pentium 4. Damit bestätigt Intel die Gerüchte, den Tualatin nicht auf breiter Front in den Consumermarkt drücken zu wollen. Bei so hohen Preisen kann man sicher sein, dass den Prozessor kaum einer kauft. Höchstens Übertakter könnten ihre Freude an dem neuen Prozessor haben. PC-Hersteller dürften zu dem Zeitpunkt schon auf den Pentium 4 umgeschwenkt sein.

Es gibt jedoch auch einige Dinge, die die Preissenkungen unwahrscheinlich erscheinen lassen. In erster Linie ist dies der zu geringe Preis. Vor allem der Pentium 4 1,3GHz erscheint zu günstig. Geht man von realistisch geschätztem Produktionskosten von rund $100 sowie einem Einkaufspreis von $80-100 für die beiden 64MB RDRAM Riegel aus, dann verkauft Intel den Prozessor maximal zum Selbstkostenpreis. In der Rechnung fehlen jedoch noch die immensen Marketingausgaben. Der Prozessor würde also unter den Selbstkosten verkauft werden. Dies dürfte vor allem den gewinnverwöhnten Aktionären sauer aufstossen, welche von Intel allerdings schon vorgewarnt wurden.
Weiterhin fehlt Mitte des Jahres immer noch der dringend benötigte Chipsatz für SD- und DDR-RAM. PC-Hersteller müssen also den teuren i850 sowie RDRAM einsetzen. Computer mit mehr als 128MB RAM wären also auch weiterhin trotz geringerer Leistung deutlich teurer als vergleichbare Rechner mit Athlon Prozessor.

Quelle: x-bit labs

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