InsideTNC Dream.GeForce3

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Einleitung


InsideTNC ist in unseren Breitengraden bisher noch ziemlich unbekannt. Der koreanische Hersteller von Grafik- und TV-Karten sowie stereoskopischen 3D-Brillen versucht erst jetzt, auch in Europa Fuß zu fassen. Ein Schritt in diese Richtung ist die Entscheidung, Grafikkarten nicht nur in Korea selbst, sondern auch in Polen bei der Firma Alco Electronics zu produzieren. Dort werden z.B. auch die Motherboards von Sono hergestellt, von denen wir erst kürzlich das KT133A-Board getestet haben.
Die Produktion in Europa bringt einen kleinen Preisvorteil aufgrund sinkender Frachtkosten mit sich. Die eventuell höheren Einkaufskosten der Bauteile im Vergleich zu Asien werden durch den Zentraleinkauf in Polen wieder aufgefangen. Da bei Alco große Mengen von Motherboards und Grafikkarten – mit zum Teil gleichen Bauelementen – gefertigt werden, können diese durch Mengenrabatte billiger eingekauft werden.

Grafikchip der InsideTNC Dream.GeForce3
Man hat bei InsideTNC zwar noch ein Produkt mit S3 Savage4 Chip im Angebot, aber mittlerweile setzen sie wie viele der sogenannten „kleinen“ Hersteller bei ihrem Grafikkartensortiment ganz auf die Grafikchips von nVidia. Dazu gehört die schon etwas ältere Riva TNT2 Serie, aber auch die GeForce2 Familie und eben der ganz neue GeForce3. Vermarktet werden die Karten unter dem Namen „Dream.“, mit angehängter Bezeichnung des Grafikchips. Unser Testmodell ist die InsideTNC Dream.GeForce3. Der auf der Karte verbaute Grafikprozessor ist nebenstehend abgebildet.

Die Spezifikationen der GeForce3 von InsideTNC halten sich an die Vorgaben von nVidia, d.h. der Grafikprozessor ist mit 200 MHz und der Speicher mit 230 MHz getaktet. Durch die Verwendung von Double Data Rate SDRAM und damit der Datenübertragung an der steigenden und fallenden Flanke jeden Taktsignals verdoppelt sich praktisch die Geschwindigkeit des Speicherzugriffs, so dass man im allgemeinen von 460 MHz RAM-Takt bei einer GeForce3 spricht.
Die Speicherchips der Dream.GeForce3 arbeiten mit der üblichen Zugriffszeit von 3,8ns und sind mit passiven Kühlkörpern versehen.

Unser Testmodell entspricht der voll ausgestatteten Dream.GeForce3, d.h. sie wurde von InsideTNC zusätzlich zum VGA-Anschluss noch mit einem S-Video-Ausgang und einem DVI-Port versehen. Wer also genug von Kathodenstrahlröhren hat, kann über das Digital Visual Interface einen TFT-Flachbildschirm anschließen.


InsideTNC Dream.GeForce3 Seitenansicht
InsideTNC Dream.GeForce3 Seitenansicht

Eigene Treiber bietet InsideTNC nicht an, man setzt ganz auf die Referenztreiber von nVidia. Mitgeliefert werden die letzten offiziellen Detonator-Treiber der Version 12.41. Auf der auch englisch-sprachigen Website des Herstellers werden insgesamt sechs verschiedene Treiberversionen von v5.32 bis v12.41 für die Betriebssysteme Windows 9x/ME, Windows 2000 und Windows NT zum Download angeboten.
Als Support bietet InsideTNC den Kunden eine kurze Frage-und-Antwort-Liste (FAQ) sowie eine Telefonnummer und eine eMail-Adresse an. Da der Support allerdings in Korea beheimatet ist, könnte sich dies für den eher unerfahrenen Käufer als unüberwindbare Hürde erweisen.


Den TV-Ausgang der InsideTNC Dream.GeForce3 administriert der TV-Encoder-Chip Conexant Bt868. Mit den Referenztreibern von nVidia lässt sich dieser recht gut einstellen, wenn auch ein etwa 1cm schwarzer Rand um den sichtbaren Bereich auf dem Fernsehgerät verbleibt. Da InsideTNC den von vielen GeForce2 und MX Grafikkarten her bekannten TV-Chip Bt868 einsetzt, kann man auch die beliebten TV-Tools z.B. von tvtool.de verwenden. Mit diesen kann man den TV-Ausgang nach seinen Wünschen und deutlich feiner justieren, als es mit den nVidia-Treibern möglich ist.

Unser Modell der InsideTNC Dream.GeForce3 meldet sich beim Systemstart noch als „Engineering Sample“, entspricht aber vollständig der in den Handel kommenden Version.
Man kann diese Grafikkarte auch bereits käuflich erwerben. Bei Fusitec in Duisburg wird sie inklusive TV-Out und DVI-Port für 799 DM angeboten und dürfte damit derzeit eine der billigsten GeForce3-Karten in Deutschland sein.

Zum Abschluss dieser Einleitung möchten wir uns bei der Firma InsideTNC bedanken, die uns die Karte freundlicherweise zum Test zur Verfügung gestellt hat.

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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