Intels aktuelle Roadmap

Celeron wird stark beschleunigt, Tualatin bekommt Verstärkung

Nachdem vor knapp zwei Wochen die Roadmap der Intel Mobilprozessoren aktualisiert wurde, folgt heute die Roadmap der Desktop- und Serverprozessoren sowie Chipsätze. Diese erstrecken sich erstmals bis in die zweite Hälfte 2002.

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Starke Veränderungen gab es vor allem beim Celeron, aber auch beim Tualatin für Server änderte sich ein wenig. Um den erstarkenden Markt der LowProfile-Server bedienen zu können, kommen 700 und 750MHz Low-Voltage Versionen hinzu. Diese sollen vor allem in 1HE-Servern (Höheneinheit) zum Einsatz kommen. Solche Server sind bei Webhostern sehr beliebt, da man dank ihnen 42 Dualprozessormaschinen in einem knapp zwei Meter hohem Serverschrank unterbringen kann. Die dabei freiwerdende Wärme auf engstem Raum ist natürlich enorm, die Kühlmöglichkeiten jedoch beschränkt. Kein Wunder, dass man nach stromsparenden aber leistungsfähigen Prozessoren Ausschau hält.

Während es bei den Serverprozessoren eher gemächlich voran geht, wird der Celeron massiv beschleunigt. Ging man bisher davon aus, dass die 1GHz Schallmauer von ihm erst Anfang 2002 durchbrochen wird, gibt es mittlerweile sogar 1,1GHz Celeron Prozessoren. Doch dabei soll es nicht bleiben. Vor Weihnachten gibt es noch eine 1,2GHz Version, die dann schon auf dem in 0,13µ produzierten Tualatin aufsetzen wird. Bei der Cachegröße scheint es noch einigen Klärungsbedarf zu geben. Die einen sprechen von 256KB, die anderen von nur 128. Unserer Ansicht nach wären 128KB eine reine Verschwendung. Bisher sind alle Celeron vollwertige Pentium III Prozessoren, bei denen die Hälfte des Caches (256KB) deaktiviert und der verbleibende Rest künstlich verlangsamt wurde. Behält Intel diese Strategie bei, wären bei den zukünftigen Celeron 75% des physisch vorhandenen Caches (512KB beim Tualatin) deaktiviert, würden aber weiterhin Strom verbrauchen und vor allem einen Großteil des Die einnehmen. Da bei der Herstellung jeder Quadratmillimeter Waferfläche bares Geld kostet und der Cache demnach teuer erkauft wird, ist es schwer vorstellbar, dass der Celeron nur mit 128KB ausgeliefert wird. Intel könnte sich natürlich auch entschließen, den Celeron-Prozessorkern von Anfang an physisch nur mit 128KB Cache auszustatten und eigene Fertigungsstraßen für den Celeron bereitstellen.

Bei den Chipsätzen tut sich nicht allzu viel. Im ersten Quartal 2002 wird wie erwartet der i845D für PC1600 DDR-RAM angekündigt. Der Chipsatz kommt zu einer Zeit, in der die Konkurrenz bereits Pentium 4 Chipsätze mit PC2700-Unterstützung im Programm hat – schlechte Karten für Intels Chip. Im dritten Quartal 2002 folgt dann der Tulloch, der erstmals mit Rambus‘ neuem PC1066 RDRAM umgehen kann. PC1066 taktet mit 533MHz, während der jetzige Pentium 4 „nur“ einen FSB mit 400MHz Takt nutzt. Behält Intel diesen FSB bei, verpuffte die Bandbreide des teuren PC1066 RDRAM ungenutzt. Folglich steht ein Update auf den 533MHz FSB beim Pentium 4 an, mit dessen Hilfe sich auch die 4266MB/s Bandbreite von DualChannel PC1066 RDRAM ausnutzen läßt.
Im gleichen Quartal erscheint der i845G mit integrierter Grafik und PC2100 Unterstützung.

Markt Prozessorkern Q4 ’01 Q1 ’02 Q2 ’02 Q3 ’02
Desktop Pentium 4 (Northwood, 512KB Cache, 0,13µ) 2,2 GHz ($615)
2,0 GHz ($562)
2,4 GHz
Desktop
LowCost
Celeron (Tualatin, 0,13µ, 100MHz FSB) 1,2 GHz 1,3 GHz 1,4 GHz
Server/Workstations Pentium III (Tualatin, 512KB Cache, 0,13µ) 700 MHz
(Low-Voltage)
1,4 GHz 750 MHz
(Low-Voltage)
Xeon (Prestonia, 512KB Cache, 0,13µ) 2,2 GHz
2,0 GHz
2,4 GHz

Quelle: GZEasy

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