P4 mit 533MHz FSB im April

Einzelheiten über die Entwicklung von Intel CPUs im nächsten Jahr

Bereits vor einigen Tagen war durchgesickert, dass Intel das nächste Modell des Pentium 4 mit dem Codenamen “Northwood“ Anfang Januar vorstellen wird und dass dieser Prozessor im April dann den erhöhten Front Side Bus von 533 MHz erhält. Nun liegen uns gesicherte Informationen vor, die diese Gerüchte bestätigen.

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Der Pentium 4 “Northwood“ wird im Gegensatz zum bisherigen Pentium 4 “Willamette“ in 0,13µ statt in 0,18µ Technologie gefertigt und soll weniger Strom verbrauchen.

Nach der Einführung des Northwood im Januar mit 2.0 und 2.2 GHz wird Intel also im April das Modell mit 2.26 GHz und 533 MHz Front Side Bus (FSB) folgen lassen. Noch nicht ganz klar ist, ob gleichzeitig schon der Pentium 4 mit 2.4 GHz vorgestellt wird. Dieser ist für das zweite Quartal vorgesehen, aber ob er schon im April kommt, ist noch offen.
Auch noch unsicher ist, ob der 2.4 GHz Pentium 4 ebenfalls mit 533 MHz FSB laufen wird. Vielleicht gibt es auch zwei Varianten: eine für 400 MHz FSB und eine für 533 MHz.
Im dritten Quartal 2002 dann wird die Intel die Pentium 4 mit 2.5 GHz (400 MHz FSB) und 2.53 GHz (533 MHz FSB) nachschieben.

Der Northwood mit 533 MHz FSB benötigt natürlich auch neue Chipsätze und damit mal wieder neue Mainboards, die den erhöhten Prozessorbus unterstützen. Gleichzeitig mit der Vorstellung des Pentium 4 mit 2.26 GHz dürfen wir deshalb mit der Verfügbarkeit von Intel Brookdale-E, VIA P4X333 und SiS646 rechnen. All diese Chipsätze beherrschen den 533 MHz FSB, aber deutliche Unterschiede gibt es auch. So dürfte Intels Brookdale-E nur PC2100 DDR SDRAM (133 MHz) und noch nicht das ganz neue PC2700 DDR-RAM (166 MHz) unterstützen. Der aktuelle SiS645 Chipset kann damit ja jetzt schon umgehen und auch der VIA P4X333 wird es können.
Daneben werden alle Hersteller auch Chipsätze mit integrierter Grafik anbieten: Intel Brookdale-G (mit zusätzlichem AGP-Slot) und Brookdale-GL (ohne AGP), VIA P4M333 sowie SiS651.

Während der Pentium III im nächsten Jahr das Ende seiner Laufzeit erreicht, wird neben dem Pentium 4 noch der Intel Celeron weiterentwickelt. Das aktuelle Top-Modell des Celeron mit 1.2 GHz basiert ja schon auf dem in 0,13µ Technologie gefertigtem Tualatin-Kern und dieser wird in 2002 langsam in der Taktfrequenz gesteigert. Im ersten Quartal nächsten Jahres sehen wir die 1.3 GHz Variante, in Q2 folgt das 1.4 GHz Modell und im dritten Quartal dann der Celeron 1.5 GHz.
Dann erlebt der Celeron einen etwas kuriosen Wandel, denn ab dem dritten Quartal wird es wieder in 0,18µ produzierte Modelle geben. Dies liegt am Wechsel des CPU-Kerns, denn im Herbst 2002 wird ein neuer Celeron auf Basis des aktuellen Pentium 4 Core mit 400 MHz FSB erscheinen. Das erste Modell des Celeron “Willamette“ wird voraussichtlich mit 1.8 GHz getaktet sein.
Wer jetzt ein Tualatin-fähiges Mainboard besitzt, wird also nur bis maximal 1.5 GHz aufrüsten können. Danach dürfte sich die etwas verwirrende Mainboard-Situation bei den Intel-Prozessoren allerdings wieder entspannen, da mit der Einführung des neuen Celeron “Willamette“ ein Sockel-478 Mainboard sowohl für den Pentium 4 als für auch diesen Celeron geeignet sein wird.

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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