Intel modernisiert Celeron-Serie

Einige werden auf Tualatin umgestellt, andere bekommen Heatspreader

Gestern hatten wir bereits über die Zukunft des Intel Celeron berichtet, aber Intel wird nicht nur neue Prozessoren auf den Markt bringen, sondern im Laufe diesen Monats auch einige Modelle modernisieren. So soll es voraussichtlich ab Januar den Celeron 1.0A und den Celeron 1.1A geben (mit 1.0 bzw. 1.1 GHz Taktfrequenz). Diese werden nicht mehr wie bisher auf dem in 0,18µ Technologie gefertigten Coppermine-Kern basieren, sondern auf dem 0,13µ Tualatin-Core, der schon im Celeron 1.2 GHz seine Arbeit verrichtet. Der größte Unterschied aus Sicht des normalen Anwenders ist die Größe des integrierten Level2-Cache, denn der wird von 128KB (Coppermine) auf 256KB (Tualatin) verdoppelt, was die Performance um einiges steigern wird. Damit dürfte der Celeron wieder etwas konkurrenzfähiger werden zum AMD Duron, der ihm leistungsmäßig in der letzten Zeit doch etwas enteilt war.

Anzeige

Allerdings dürfte das Upgrade auf einen Celeron 1.0A oder 1.1A für viele User nur mit einem Mainboard-Wechsel möglich sein, denn man benötigt natürlich eine Tualatin-fähige Platine, z.B. mit den Chipsätzen Intel 815 B-Step oder VIA Apollo Pro133T.
Wer aber einen der neuen Celeron ‚A‘ einsetzt, hat möglicherweise ein kleines Juwel in den Händen. Angesichts der Spezifikationen von 100MHz Front Side Bus und 1,475V Kernspannung dürfte so mancher glänzende Augen bekommen und sich wehmütig an den berühmten “Celeron 300A bei 450MHz“ erinnern. Ob auch der neue Celeron eine Übertaktung von 50% mitmacht, sei mal dahingestellt, aber da die Tualatin-Mainboards standardmäßig einen FSB von 133MHz unterstützen, könnte gerade der Celeron 1.0A einiges Potenzial in dieser Hinsicht besitzen.

Neben dem Celeron 1.0A und 1.1A werden auch die Modelle mit 900 und 950 MHz etwas geändert. Sie werden künftig als FCPGA2-Modelle mit integrierten Heatspreader erhältlich sein. Dieser Heatspreader ist nicht anderes als eine Metallkappe über der eigentlichen CPU, die neben dem Schutz des Prozessorkerns auch die im Betrieb entstehende Hitze besser verteilen soll. Intel setzt den Heatspreader schon seit längerem beim Pentium 4 und den Tualatin-Modellen ein.
Ansonsten ändert sich aber nichts am Celeron 900 und 950, d.h. sie basieren noch auf dem Coppermine-Kern und sind weiterhin auf herkömmlichen FCPGA-Mainboards einsetzbar.

Die Massenproduktion der neuen Celeron 1.0A und 1.1A mit Tualatin-Kern sowie der Celeron 900 und 950 mit Heatspreader soll übrigens Anfang Januar beginnen. Die Preise werden sich voraussichtlich nicht ändern (Preisliste). Obwohl die 1.0 und 1.1 GHz Modelle durch den verdoppelten L2-Cache schneller werden, muss Intel natürlich auch in diesem Low-Cost-Segment preislich konkurrenzfähig zum AMD Duron Prozessor bleiben.

Quelle: x-bit labs

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.