AMD nutzt zukünftig SSE2

Offizielle Bestätigung eines alten Gerüchtes, umgesetzt aber erst 2003

AMD hat nun auf Anfrage offiziell bestätigt, dass der Prozessorhersteller zukünftig die Befehlserweiterung SSE2 des Konkurrenten Intel unterstützen wird. Allerdings wird es noch eine Weile dauern, bis sich dies auswirkt, denn erst ab 2003 sollen Prozessoren von AMD diese Multimedia-Instruktionen verarbeiten können.

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Nach Intels Einführung von MMX im Jahre 1996 hatte AMD zuerst darauf, dann auf den eigenen Befehlssatz “3DNow!“ gesetzt, um Multimedia-Anwendungen schneller zu machen. Intel zog mit SSE nach. Da der Aufwand für die Entwickler solcher Applikationen aber deutlich zu hoch ist, wollen sie sowohl 3DNow! als auch SSE bzw. SSE2 unterstützen, hat sich bisher keine der Erweiterungen so richtig in der Breite durchsetzen können.

Schon bei der Einführung des Palomino-Kerns im Mai 2001 hat AMD den ersten Schritt in Richtung Unterstützung der Intel-Befehlssätze gemacht, denn die neue Erweiterung “3DNow! Professional“ beinhaltet die SSE-Instruktionen, mit denen der Intel Pentium III vor einigen Jahren ausgestattet wurde.
Nun geht AMD also den nächsten Schritt und wird in Zukunft auch SSE2 (Streaming SIMD Extensions 2) unterstützen, das Intel mit dem Pentium 4 eingeführt hat. Die 64bit-Prozessoren der Hammer-Serie werden definitiv SSE2 integriert haben, der Nachfolger des Athlon in 0,13µ Herstellungstechnologie mit dem Codenamen “Thoroughbred“ aber – zumindest zunächst – noch nicht.
Warum AMD mit der Unterstützung von SSE2 noch bis nächstes Jahr wartet, ist nicht bekannt. Offiziell heißt es, man wolle warten, bis sich SSE2 als Standard durchgesetzt hat, und das sei voraussichtlich erst 2003 der Fall. Man munkelt allerdings, dass Intel sich SSE2 in diesem Jahr noch exklusiv reserviert hat und Lizenzen erst für 2003 vergeben hat.

Quelle: tecChannel

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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