AMD Server-CPU heißt Opteron

Opteron alias Sledgehammer wird in der ersten Hälfte 2003 ausgeliefert

AMD hat heute Nacht den offiziellen Markennamen für den kommenden High-End Prozessor für Server und Workstations bekannt gegeben. Der bisher unter dem Codenamen ‚SledgeHammer‘ gehandelte Chip mit der x86-64 Technologie wird als “AMD Opteron“ in der ersten Hälfte des nächsten Jahres auf den Markt kommen.

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Der Name wurde vom lateinischen Wort ‚optimus‘ – “am besten“ – abgeleitet. Daneben gibt einem die neue x86-64 Architektur die ‚Option‘, sowohl herkömmliche 32bit- als auch 64bit-Betriebssysteme und Anwendungen zu fahren.
Die Endung auf ‚-on‘ entspricht der Namenskonvention, die AMD schon mit dem Athlon in 1999 eingeführt und mit dem Duron ein Jahr später fortgesetzt hat.

In der erneut überarbeiteten Roadmap von AMD (siehe Bild rechts) ist nun der SledgeHammer durch den Opteron ersetzt worden. Gleichzeitig wurden die bisherigen ClawHammer-Modelle, die x86-64 Prozessoren für den Desktop-Bereich, mit der Bezeichnung “AMD Athlon“ versehen. AMD wird also den Markennamen ‚Athlon‘ auch weiterhin für ihre Endkunden-CPUs verwenden.
Voraussichtlich wird man den Namen aber noch leicht abwandeln, um den Athlon mit ClawHammer-Kern vom Athlon mit Barton-Kern zu unterscheiden, da beide Modelle parallel angeboten werden. Momentan wird oft die Bezeichnung “Athlon 64“ genannt, eine guter Hinweis auf die 64bit-Tauglichkeit der CPU, aber offiziell ist das noch nicht.

Der AMD Opteron wird in zwei Modellvarianten verfügbar sein: zum Einen als Workstation-Prozessor für Einzel-CPU- und Dual-Systeme und zum Anderen als Server-CPU für Mehr-Prozessor-Systeme mit bis zu acht CPUs. Der Opteron kann mit einem Level-2 Cache von bis zu 1 MB ausgestattet werden.
Weitere, bereits desöfteren an dieser Stelle gennante Features dieses Prozessors sind die HyperTransport-Technologie, der integrierte Speicher-Controller und natürlich der x86-64 CPU-Kern der nächsten Generation. Die x86-64 Technologie von AMD baut auf dem bestehenden x86-Befehlssatz heutiger Prozessoren auf, ist aber durch 64bit-Instruktionen und -Register erweitert. Damit sollen die kommenden CPUs nicht nur 64bit-Software, sondern auch aktuelle 32bit-Anwendungen in zeitgemäßer Leistungsfähigkeit verarbeiten können.

ClawHammer (Athlon) und SledgeHammer (Opteron) unterscheiden sich übrigens am integrierten Memory-Controller. Während der ClawHammer ein herkömmliches 64bit DDR-Interface besitzt, ist der SledgeHammer mit einer Dual-Channel 128bit DDR-Schnittstelle ausgestattet. Beide Prozessoren unterstützen DDR SDRAM von 100 bis 166 MHz (PC1600, PC2100 und PC2700).
AMD behauptet in einer auf der eigenen Website bereitgestellten Präsentation (PDF), dass der Opteron bei gleichem Takt etwa 20-25% schneller sei als ein Athlon. Dabei sollen 20% Geschwindigkeit durch den integrierten Speicher-Controller und 5% durch den optimierten CPU-Kern gewonnen werden. Ob dabei eventuelle Leistungszuwächse oder -verluste durch die x86-64 Technologie berücksichtigt wurden, ist nicht bekannt.

Die Unterstützung von x86-64 durch SuSE Linux wurde bereits Ende März bekanntgegeben, jetzt gehört auch Microsoft offiziell zu den Opteron-Anhängern, wie man der heutigen Pressemitteilung entnehmen kann. Ob es eine spezielle, eigene Version von Windows geben wird, die die x86-64 Technologie unterstützt, oder ob dies durch einen Patch oder ein Service Pack geleistet wird, ist noch nicht bekannt.
Heute will AMD jedenfalls auf der jährlichen Aktionärsversammlung in New York eine Entwicklungsversion dieser 64bit-Ausgabe von Windows demonstrieren, die auf einem Dual-Opteron System läuft.

Aktuelle AMD-Roadmap
AMD Opteron (SledgeHammer)

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Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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