Erste Festplatten mit Serial-ATA

Neue Generationen von IDE-Festplatten von Seagate und WD

Seit dem Erscheinen der ersten IDE-Festplatten mit 40GB pro Platter im Herbst 2001 ist nun bereits über ein halbes Jahr vergangen. Zeit also, die nächste Runde im Rennen um die schnellsten, leisesten und größten Festplatten für Desktoprechner einzuleiten. Seagate und Western Digital (WD) haben soeben ihre ersten IDE-Festplatten mit 60GB fassenden Plattern (Festplattenscheiben) angekündigt. Das sind im Einzelnen die „Seagate Barracuda ATA V“ und eine noch nicht näher benannte „WD Caviar“.

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Das Modell von WD soll mit Kapazitäten von 120 bis 200GB ab Juli erhältlich sein und eine Umdrehungsgeschwindigkeit von 7200upm bieten. Um das Laufgeräusch der Festplatte auf ein Minimum zu reduzieren, wird es die neue Modellreihe von WD optional auch mit einer hydrodynamischen Lagerung des Plattenstapels („FDB“, fluid dynamic bearing) geben. Viel mehr Informationen sind in der Pressemitteilung von WD nicht zu entnehmen. Es stellt sich die Frage, ob diese sehr kurze Meldung nur eine Reaktion auf das Vorpreschen von Seagate ist.

Zur Seagate Barracuda ATA V liegen bereits Datenblätter vor. Nachfolgend eine kleine Zusammenfassung der Fakten über die neue Modellreihe:

  • Kapazität von 60GB pro Platter
  • 7200 upm
  • Schnittstelle: Ultra ATA-100, ab Herbst auch mit Serial ATA
  • Cache: 2MB für ATA-100 Versionen, 8MB für S-ATA Versionen
  • FDB-Lager in allen Modellen
  • Kapazitäten von 40, 60, 80 und 120 GB über Modelle mit 1 oder 2 Plattern Das mechanische Design der Barracuda ATA V baut auf der Barracuda ATA IV auf und ist damit erprobt und zuverlässig. Durch die hydrodynamische Lagerung soll auch die neue Modellreihe recht geräuscharm sein. Im Datenblatt werden je nach Modell und Arbeitszustand “unter 25“ bis 33 Dezibel genannt. Durch verschiedene Maßnahmen im mechanischen Design sollen eine hohe Datensicherheit und Robustheit des Laufwerkes gegen Stöße und statische Aufladung gesichert werden. Seagate bewirbt diesmal auch explizit die Eignung der Barracuda ATA V für ATA-RAID. Die Leistungsprobleme der ersten Serien der Barracuda ATA IV im RAID sollten sich also nicht wiederholen.

    Die Auslieferung der Modellreihe mit Ultra ATA-100 soll bereits im Juli beginnen. Im Herbst sollen dann als Ergänzung noch Modelle mit einer anderen Controllerplatine mit dann 8MB Cache folgen. Diese neuen Varianten sollen für die Datenübertragung zum Mainboard die neue Schnittstelle Serial ATA („S-ATA“) verwenden. Diese Schnittstelle bietet als Neuerung für den Anwender hauptsächlich den Vorteil der wesentlich dünneren Datenkabel und einfacheren Konfiguration, da nur noch ein Gerät pro Kabel möglich ist. Des weiteren soll S-ATA auch Unterstützung für Hot-Plug, also die Möglichkeit des Hinzufügens oder Entfernens der Laufwerke während des Betriebes ermöglichen. Eine erhöhte Zuverlässigkeit der Datenübertragung ist mit der nun 32-bit breiten CRC Prüfung (cyclical redundancy check) ebenfalls gegeben. Als netter Nebeneffekt steigt auch die maximale Transferrate der Schnittstelle auf 150MB/s. Die Kurzform der Schnittstelle wird deshalb auch „SATA/150“ genannt.

    Entwicklersample Seagate Barracuda ATA V mit Serial ATA

    Quelle: Seagate

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