Seagate demonstriert HAMR

Mit neuer Speichertechnologie soll die Datendichte verhundertfacht werden

Anlässlich der Eröffnung des neu eröffneten Forschungszentrums in Pittsburgh (USA) hat Seagate nach eigenen Angaben einen neuen Speicherrekord mit bis zu 50 Terabit Daten pro Quadratzoll einer Festplatte präsentiert. Somit wurde die bisherige Speicherkapazität um den Faktor Hundert übertroffen. Heat Assisted Magnetic Recording (HAMR) wird das neue Verfahren genannt und es unterstützt die magnetische Speicherung von Daten mit einem Laser. Dadurch werden die Daten mit Hilfe von thermischen Lasern magnetisch auf Medien mit hoher Datenstabilität gespeichert.

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Durch die steigende Datendichte ist bei den bisherigen magnetischen Aufzeichnungen mit einer Instabilität zu rechnen, was durch den sogenannten Superparamagnetismus hervorgerufen wird. Dieses Probleme möchte Seagate dadurch lösen, dass sie das Medium mit einem Laser präzise an einzelnen Stellen erwärmen, wo dann die Daten aufgezeichnet werden sollen. Die Erhitzung hat zur Folge, dass sich die Daten leichter aufzeichnen lassen. Sofortige Kühlung soll die Daten stabilisieren.

Die neue Technik ist kostengünstig und leicht zu integrieren. Somit sind Terabyte-Platten zu einem Preis von $300 wohl demnächst realisierbar (1 TB entspricht 1024 Gigabyte). Allerdings dürfte es noch mindestens 1-2 Jahre dauern, bis solche Festplatten auf dem Markt erscheinen, da u.a. der Sicherheitsstandard abgenommen werden muss und einiges mehr. Festplatten mit ca. 80 TB pro Platter werden aber möglich sein und Speicherplatzprobleme werden dann wohl erstmal der Vergangenheit angehören.

Quelle: Seagate

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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