Details zur Radeon 9900 (Pro)

Inoffizielle Informationen und Specs von ATI Radeon 9900 und 9900 Pro

Die Gerüchte um die kommenden Grafikkarten von ATI Technologies reißen nicht ab. Nachdem gestern noch gemeldet wurde, dass der Nachfolger der Radeon 9700 (Pro) bereits in Produktion sei, sind nun weitere inoffizielle Details zu den neuen Produkten zu hören. Demnach wird ATI zwei verschiedene Versionen der Radeon 9900 auf den Markt bringen, wie gewohnt einmal mit und einmal ohne ‚Pro‘. Allerdings ist der Unterschied größer als es der kleine Namenszusatz erahnen lässt. Die bisher vermutete Klassifizierung von R350 und RV350 würde nach diesen Infos jedenfalls nicht mehr stimmen.

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Die Radeon 9900 basiert nämlich angeblich noch auf dem R300 Grafikchip, der schon auf den Radeon 9500 und 9700 Karten zu finden ist. Die grundsätzliche Architektur mit acht Rendering Pipelines und jeweils einer Textureinheit bleibt erhalten. Möglicherweise wurde der Grafikchip aber noch in mancher Hinsicht optimiert.
Die Taktfrequenz von Chip und Speicher soll mit je 375MHz deutlich höher liegen als bei einer Radeon 9700 Pro (325/310MHz). Am 256bit Speicherbus wird nicht gerüttelt, aber es ist noch nicht bekannt, ob eventuell schon DDR-II SDRAM zum Einsatz kommt.
Der Radeon 9900 soll auf der CeBIT Mitte März vorgestellt werden und dann sogleich erhältlich sein. (Finaler Rettungsschuss für die GeForce FX?)

Der Grafikchip der Radeon 9900 Pro soll dagegen angeblich schon in 130nm Technologie gertigt und aufgrund einer effizienteren Architektur deutlich leistungsstärker als der Vorgänger sein. Die Anzahl der Textureinheiten pro Pipeline wird wohl verdoppelt auf zwei, es bleibt aber bei acht Rendering Pipes. Dies deckt sich mit bereits im Januar aufgetauchten Gerüchten.
Eventuell werden die Radeon 9900 Pro ebenfalls auf der CeBIT angekündigt, bis zur Verfügbarkeit dürfte es dann aber noch etwas dauern. Die Entwicklung und Fertigung eines 130nm Grafikchips mit hoher Taktfrequenz ist ja ganz und gar nicht trivial, wie wir schon am nVidia GeForce FX gesehen haben. Vermutlich sollen die Radeon 9900 Pro Karten auch mit den Produkten auf Basis des kommenden NV35 konkurrieren, die frühestens im Sommer erwartet werden. Das muss man noch abwarten. Die Roadmap kann ATI ja auch noch ändern und dann möglicherweise doch den Radeon 9900 Pro schon im Frühjahr freigeben.

Bisher ging man davon aus, dass der R350 Grafikchip noch in 150nm Technologie gefertigt werden wird und der Mainstream-DirectX9-Chip RV350 der erste bei ATI ist, der in 130nm hergestellt wird. Ob ATI den Radeon 9900 schon als R350 bezeichnet oder ob das erst der Radeon 9900 Pro ist, darüber ist noch nichts bekannt.

Beachtet bitte, dass diese Informationen gänzlich inoffiziellen Charakter besitzen und von den beteiligten Unternehmen weder bestätigt noch kommentiert wurden.

Quelle: x-bit labs

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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