Opteron-Chipsatz von nVidia

nForce3 Pro ohne integrierte Grafik und für professionelle Workstations

Neben dem VIA K8T400M hat auch nVidia gestern einen Mainboard-Chipsatz für AMDs neue Opteron Prozessoren angekündigt. Der “nForce3 Professional“ soll den Kaliforniern nach den Quadro-Grafikkarten auch im Chipset-Bereich einen Zugang zum lukrativen Workstation-Markt verschaffen. Technische Einzelheiten des nForce3 Pro sind momentan noch rar. Fest steht, dass es sich dabei um eine Ein-Chip-Lösung handelt, also keine traditionelle North- und Southbridge mehr, man daher eigentlich nicht mehr von einem Chip-‚Satz‘ sprechen kann.

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Der nForce3 Pro bietet AGP 8x, bis zu sechs USB 2.0 Ports, 10/100 Mbit bzw. Gigabit Ethernet, RAID (0,1,0+1) für ATA/133 und Serial-ATA. Außerdem wird die von AMD eingeführte HyperTransport-Technologie unterstützt, die einen Datendurchsatz bis zu 3.6 GB/s ermöglicht.

Etwas überraschend ist die Tatsache, dass der nForce3 Pro keine integrierte Grafik besitzt, eigentlich die Stärke von nVidia. Es wird spekuliert, dass die Chipsatz-Entwickler hier zumindest derzeit noch größere Schwierigkeiten mit der Leistung von integrierter Grafik auf Mainboards für AMD64-Prozessoren (Opteron und Athlon 64) haben. Da diese CPUs den Speicher-Controller eingebaut haben, erhöht sich angeblich die Latenzzeit beim RAM-Zugriff nicht unerheblich, was die integrierte Grafik in der Praxis nicht einsetzbar macht.
Vom nForce3 Pro wird es mindestens zwei Versionen geben. Der “nForce3 Pro 150“ soll in Kürze erhältlich sein und bietet AGP 8x, 10/100 Ethernet, drei Ultra-ATA/133 Kanäle inkl. RAID, USB 2.0 und AC’97 Audio. Im Herbst folgt der “nForce3 Pro 250“, der darüberhinaus mit Gigabit Ethernet, vier Serial-ATA Ports und zwei ATA/133 Kanälen ausgestattet ist.

nForce3 Pro Referenz-Mainboard

Quelle: Bjorn3D.com

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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