Intel CPUs im Sommer billiger

Angeblich Preisenkungen im Juli und August bis zu 34% beim Pentium 4

Taiwanesischen Medienberichte zufolge plant Intel im Sommer zwei Preissenkungen. Zuletzt hatte Intel eine solche Aktion anlässlich der Einführung des Pentium 4 Prescott Prozessors in 90nm Strukturbreite durchgeführt. Zunächst soll demnach am 18. Juli der Prescott für Einsteiger – Pentium 4 2.8E – um 8% billiger werden. Dies gilt allerdings nur für das dann neue Sockel-T (LGA-775) Modell. Der Sockel-478 P4 2.8E bleibt wohl noch stabil.

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Rund einen Monat später, am 22. August, erfolgt angeblich die größere Preissenkung von allen Pentium 4 Modellen mit 3 GHz und mehr. Hier liegen die Nachlässe bei bis zu 34%.

Die folgende Übersicht über die von Intel angeblich geplanten Preissenkungen enthält bereits die momentan noch nicht offiziell vorgestellten Pentium 4 Prescott-Modelle im LGA-775 Format. Diese sollen nach bisherigen Informationen wohl im Juni eingeführt werden und erhalten – erstmals im Intel Desktop-Bereich – die Prozessornummern.

Prozessor CPU-
Nummer
Takt
(GHz)
Prozess Preis
aktuell
18.7. 22.8. Senkung
Pentium 4

Sockel-T
(LGA-775)

560 3.6 90nm $637 $417 34%
550 3.4 90nm $417 $278 33%
540 3.2 90nm $278 $218 22%
530 3.0 90nm $218 $178 18%
520 2.8 90nm $178 $163 8%
Pentium 4

Sockel-478

3.4E 90nm $417 $278 33%
3.4 130nm $417 $278 33%
3.2E 90nm $278 $218 22%
3.2 130nm $278 $218 22%
3.0E 90nm $218 $178 18%
3.0 130nm $218 $178 18%
3.06 130nm $218 $178 18%
2.8E 90nm $178 $178

Alle Preise verstehen sich als Stückpreise im Großhandel, d.h. bei Abnahme von mindestens 1000. Die Einzelhandelspreise können davon abweichen.

Trotz dieser Preissenkungen sind die taiwanesischen Mainboard-Hersteller übrigens noch skeptisch, was die Akzeptanz des Prescott im Mainstream-Bereich angeht. Die Firmen vermuten, dass es bis Mitte 2005 dauern wird, bis sich der 90nm Prozessor auf dem Markt durchgesetzt hat. Das Problem ist dabei nicht unbedingt die CPUs selbst, sondern die neuen Technologien wie PCI Express und DDR2 SDRAM, die eine schnelle Verbreitung verhindern dürften. Hinzu kommen möglicherweise auch noch Kinderkrankheiten beim neuen Fertigungsprozess und dem neuen Sockel-Format.

Quelle: DigiTimes

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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