DVD-Brenner zum Diktat – Wer schreibt schneller? - Seite 5

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MSI DR8-A


MSI DR8-A

Auch MSI hat nach dem DR4-A nicht aufgehört an DVD-Brennern zu entwickeln und gibt sich mit dem Nachfolger DR8-A ein Stelldichein. Im Vergleich zum Vorgänger unterscheidet sich dieser Brenner eigentlich nur in der 8-fachen Brenngeschwindigkeit für DVD+R Scheiben. Betrachtet man jedoch seine Front, dann fallen einem all die Feautres auf, die den anderen Geräten weitgehend fehlen. So hat der DR8-A neben dem Eject-Button und dem Notauswurf auch einen Kopfhörerausgang mit Lautstärkeregelung sowie ein Playknopf für Audio-CDs. Ob man die Features allerdings wirklich braucht, das muss jeder für sich selber entscheiden. Ich für meinen Teil habe etwas derartiges noch nie benutzt.


MSI DR8-A

Von hinten betrachtet lässt der DR8-A keine Wünsche offen. Neben den Standards wie IDE- und Stromanschluss sowie Jumperblock stehen noch ein analoger und digitaler Audioanschluss zur Verfügung. Einen Lüftungsauslass kann man auch beim MSI DR8-A nicht erkennen. Lediglich ein Factory-Pin-Port ist noch vorhanden und auch so beschriftet. Nutzbar für Endanwender ist dieser allerdings nicht.
Subjektiv gesehen macht der DR8-A ebenfalls einen guten Eindruck. Die Lade ist stabil und das Laufwerk im Betrieb relativ leise. Lediglich beim Lesen von CDs kann es mal ein klein wenig lauter werden.

MSI DR8-A Info

Eigentlich kann der MSI DR8-A fast alles an Standards auf dem Markt verarbeiten, wie das Ergebnis vom Nero Info Tool zeigt. Aber wie auch der Mitsumi kann er weder DVD-RAM schreiben noch lesen. Dafür ist er das einzige Gerät in unserem Test, dass das exotische CD+G lesen kann.
Mit der Firmeware 130D konnten wir weitgehend gute Kompatibilität mit den verwendeten Testrohlingen feststellen. Mit dem Verbatim 4x DVD+RW hat der Brenner allerdings so seine Probleme. Der Brennvorgang hat zwar funktioniert, danach quittierte der Brenner den Vorgang aber mit einer Fehlermeldung und blockierte das Laufwerk, so dass man den Rohling über den Notauswurf entfernen musste. Erst ein Kaltstart machte das Gerät dann wieder einsatzbereit.
Ähnlich verhielt es sich auch mit dem Verbatim 2x DVD-RW Rohling, der stets nach dem Einlegen einen “Servo Tracking Error“ hervorbrachte. Deshalb haben wir hier auch keinerlei Testergebnis vom DR8-A. Ansonsten konnten alle weiteren Tests ohne Probleme abgeschlossen werden. Mit einem Sony 1-4x DVD-RW Medium gab es dagegen keine Schwierigkeiten, so dass von keiner grundsätzlichen Inkompatibilität ausgegangen werden muss – lediglich mit den von uns verwendeten Verbatim Rohlingen.
Die 8-fache Geschwindigkeit beim DVD-Brennen erzeilt der DR8-A nur mit +R Rohlingen und 4-faches RW-Brennen ist auch nur mit +RW Rohlingen möglich.
Bei den Brennstrategien hält es MSI wie die anderen Hersteller auch: bei 4- bis 8-facher Geschwindigkeit wird in Z-CLV (Zone Constant Linear Velocity) gebrannt, darunter im CLV-Verfahren (Constant Linear Velocity). Bezüglich CD-Rs arbeitet der DR8-A in P-CAV (Partial Constant Angular Velocity), was ihn zum zweitschnellsten Gerät in dieser Klasse macht.
Als besonderes Feature unterstützt der MSI DR8-A als einziges Gerät in unserem Test HD-Burn. HD-Burn steht hierbei für “High Density Burn“ und macht es dank eines speziellen Komprimierverfahrens möglich, dass auf eine CD bis zu 1,4 GB Daten gebrannt werden können. Einziger Nachteil an der Sache: wer die CD anschliessend lesen will, braucht auch ein HD-Burn-fähiges Laufwerk. Zudem hätte das Feature bei einem reinen CD-Brenner mehr Sinn gemacht. Schliesslich reden wir hier ja von einen DVD-Brenner, der als auszeichnendes Feature das Brennen von Scheiben mit 4,5 GB drauf hat. Da hat ein weiteres Sonderfeature schon wesentlich mehr Sinn.
Mit dem MSI DR8-A ist es möglich, auf einen 4x DVD+R Rohling mit 8-facher Geschwindigkeit zu brennen, da der Brenner die ATIP Informationen des Rohlings igrnoriert. Eigenartigerweise lassen sich die 4@8-fach gebrannten Rohlinge manchmal besser lesen als die 8-fach zertifizierten.
An Software hat MSI ein recht umfangreiches Paket beigelegt. So findet man in der Packung Sonic MyDVD 4.0, Nero Burning Rom 5.5 und Cyberlinks PowerDVD XP 4.0. Das sind zwar alles Programme, die sonst schon durch eine aktuellere Version auf dem Markt ersetzt wurden, dennoch sollten sie für den Anfang ausreichen und sicherstellen, dass man alle Features des Brenners damit ausreizen kann.

Jürgen Stosch

Senior-Redakteur und Community Manager

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