nVidia büßt Marktanteile ein

Grafikchip-Markt: ATI kann auf Kosten von nVidia deutlich zulegen

Heute wird das Marktforschungsunternehmen “Mercury Research“ seine Erkenntnisse über die Marktanteile von verkauften Grafikchips im vergangenen Quartal bekannt gegen. nVidia hatte in den letzten Jahren diesen Markt dominiert. ATI konnte nur temporär mal etwas aufholen, aber ohne zu überholen. Dies hat sich nun drastisch geändert, wie vorab veröffentlichten Zahlen zu entnehmen ist.

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Demnach musste nVidia im dritten Quartal einige Marktanteile abgeben, während ATI deutlich zulegen konnte.

Im sogenannten “desktop standalone“ Grafikmarkt, also bei den Chips für Grafikkarten, liegt ATI nun mit 55% Marktanteil vorn, während nVidia nur noch 42% besitzt. Dies stellt quasi eine Umkehr des Ergebnisses des vorherigen Quartals dar, denn zuvor lag nVidia in diesem Segment noch bei 58% und ATI bei 38%.
Bei den “standalone graphics components“, zu denen die Grafikchips sowohl für Erweiterungskarten als auch für mobile Geräte zählen, sieht es ähnlich aus. ATI legte im dritten Quartal diesen Jahres um 14% zu und konnte 59% Marktanteil erringen. nVidia gab 13% ab und liegt jetzt nur noch bei 37%.
Im gesamten Grafikmarkt, der auch die integrierten Mainboard-Chipsätze mit Grafik einschließt, konnte dagegen Intel seine Spitzenposition behaupten. Intel legte im Vergleich zum zweiten Quartal um 1% zu und besitzt nun 39% Marktanteil. ATI konnte sich sogar um 4% steigern und liegt nun bei 27%. Auch hier musste nVidia hohe Einbußen hinnehmen. Man verlor satte 8% und erreichte nur noch 15% Marktanteil.

Als Grund für diese deutliche Verschiebung der Machtverhältnisse wird der Erfolg der erschwinglichen, aber trotzdem leistungsfähigen und deshalb attraktiven ATI Radeon 9800 und 9600 Grafikkarten genannt. Ohne Frage ist die GeForce 6 Familie von nVidia äußerst konkurrenzfähig und dem Mitbewerb zum Teil auch überlegen. Im letzten Quartal war aber noch die GeForce FX Serie ausschlaggebend und diese hat in letzter Zeit offensichtlich immer weniger Abnehmer gefunden.

Quelle: X-bit labs

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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