Cell-Power und nVidia-Grafik
Während Microsoft auf eine PowerPC-CPU mit drei Kernen setzt, landet in der PS3 eine ganz spezielle Entwicklung, an der Sony zusammen mit Toshiba und IBM seit Jahren arbeitet. Die Cell-CPU vereint rund acht Kerne auf einer CPU, wobei sieben der sogenannten Synergistic Processing Units, kurz SPUs, mit je 3.2 GHz getaktet ist. Die achte SPU arbeitet redundant.
Insgesamt 512 Kbyte L2-Cache stehen dem Cell zur Verfügung. Dazu kommen 256 Kbyte SRAM für jede einzelne SPU. Insgesamt soll
der Cell, laut Sony Computer Entertainment, eine Fließkommaleistung von 218 GFLOPS erreichen.
Damit dürfte die CPU der Xbox 360 um ein mehrfaches überrundet werden, von herkömmlichen x86-CPUs ganz zu schweigen.
Bei der Grafik setzt Sony auf das Know-How des Chipherstellers nVidia. Hier hüllt man sich aber noch ziemlich in Schweigen. So nannte man kaum Details zu dem sogenannten „Reality Synthesizer“ (RSX), der mit rund 550 MHz getaktet ist. Jedoch soll der Chip Szenen im 1080p-Format, was 1920×1080 Progressive entspricht, problemlos darstellen können und hier sogar zwei unterschiedliche Bilder parallel über die zwei HDMI-Anschlüsse ausgeben. Im einzelnen bietet die PS3 die HD-Auflösungen
480i, 480p, 720p, 1080i und 1080p. Neben den HDMI-Ports verfügt das Gerät übrigens auch über einen normalen AV-Ausgang für die Bildausgabe auf herkömmlichen Fernsehern.
Pro Takt kann der RSX 136 Shader-Operationen ausführen und soll die Leistung von zwei GeForce 6800 Ultra Grafikkarten leisten. Einer der wichtigsten Aspekte ist jedoch die Möglichkeit, die Bilder mit High Dynamic Range (HDR) Rendering mit 128 Bit Gleitkommagenauigkeit zu berechnen, was besonders beim Licht für sehr real wirkende Bilder sorgen soll.
Die Anbindung des Chips an die CPU ermöglicht eine Transferrate von 35 Gbyste/s. Damit auch große Texturen Platz finden, stehen dem RSX rund 256 MB GDDR3-VRAM zu Verfügung. Der Speicher ist dabei mit 700 MHz getaktet und liefert eine Transferrate von 22.4 Gbyte/s. Dazu kann sich der Chip auch am, mit 3.2 GHz getakteten, Hauptspeicher von rund 256 MB XDR-RAM bedienen. Im Großen und Ganzen sollen hier im übrigen eine Leistung von ca. 1.8 Teraflops entstehen.
Beim Klang wird auf einen Soundchip verzichtet. Hier übernimmt die Cell-CPU die Arbeit und alle Standards wie etwa Dolby Digital, DTS oder DTS Neo 6 dürften – dank der hohen CPU-Performance – problemlos kodiert werden. Zum Anschluss an einen entsprechenden Receiver wird, wie schon beim Vorgänger, ein optischer Ausgang angeboten.





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