ATI überarbeitet Catalyst Treiber

Catalyst 5.6 mit zahlreichen Optimierungen und auch für einige Notebooks

ATI Technologies hat nur etwas mehr als drei Wochen nach dem Catalyst 5.5 wieder eine neue Treiberversion für Grafikkarte mit ihren Chips herausgebracht. Das Catalyst 5.6 besitzt zahlreiche Neuerungen und Optmierungen, u.a. ist er jetzt auch für einige Notebooks geeignet. Außerdem wurde das Catalyst Control Center verbessert und die Spieleleistung zum Teil deutlich erhöht.

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Viele Besitzer von Laptops mit integrierter ATI-Grafik können den Catalyst 5.6 verwenden und sind damit nicht mehr auf die meist veralteten Treiber der Notebook-Hersteller oder auf manuell modifizierte Treiber von Drittanbietern angewiesen. Mit der ersten Version des “Catalyst Mobility Drivers“ werden Mobility Radeon X700 und X800 unterstützt.
Es gibt allerdings noch das Problem der nicht umfassenden Unterstützung seitens der Notebook-Anbieter. ATI verweist auf eine Reihe großer Hersteller wie Clevo, Mitac, Uniwill, Arima, Alienware, Falcon und Voodoo, aber Namen wie Dell und Hewlett Packard fehlen. Diese warten offenbar noch ab, wie sich der “Catalyst M“ entwickelt. Anwender sind daher momentan noch gezwungen, zunächst eine kleine Prüfsoftware (1 MB) von ATI herunterzuladen, die die Eignung des Notebooks verifiziert. Erst wenn diese Prüfung positiv ausfällt, wird der eigentliche Catalyst heruntergeladen und installiert.

Vor allem das Catalyst Control Center (CCC) ist laut ATI optimiert worden. Die Lade- und Reaktionszeiten sollen mit dem Catalyst 5.6 deutlich verkürzt worden sein (siehe Bild 2). Das System-Tray-Icon erlaubt nun den direkten Zugriff auf 3D-, TV- und Display-Einstellungen. Neue Video-Features im CCC umfassen u.a. ein Preview-Fenster, in dem geänderte Einstellungen direkt am Video deutlich werden, und die vereinfachte Möglichkeit, ein Full-Screen Video auf einem eventuell angeschlossenen zweiten Monitor auszugeben (siehe Bild 4). Die Video-Beschleunigung von Windows-Movie-Dateien (WMV) soll durch die Nutzung von DirectX9-Shadern optimiert worden sein, so dass die CPU-Nutzung um bis zu 50% gesenkt wird (siehe Bild 5). Weiterhin wurde die Installation des Catalyst für Linux deutlich vereinfacht.
Außerdem hat ATI ordentlich an der Performance-Schraube gedreht (siehe Bild 7). Mit dem Catalyst 5.6 sollen Spiele wie Doom 3, Chronicles of Riddick, Call of Duty, Halo, Tomb Raider: Angel of Darkness und Lock On: Modern Air Combat sowie die Benchmarks 3DMark05 und AquaMark 3 zum Teil deutlich beschleunigt worden sein.
Weitere Informationen sind den Release Notes zu entnehmen.

Der Catalyst 5.6 für die Betriebssysteme Windows XP und 2000 sowie XP x64 Edition von Microsoft ist wie zuletzt geeignet für alle Radeon Grafikkarten der Serien 7000 bis X850 inklusive der All-In-Wonder Produkte sowie für die integrierten Chipsätze (IGP 320-340, IXP 150-300, Radeon 9000 & 9100 IGP/Pro, Radeon Xpress 200).
Für Windows XP empfiehlt ATI die Installation des Service Pack 2. Für Windows 2000 ist Service Pack 4 sogar notwendig.
Der Catalyst 5.6 für die 64bit-Version von Windows XP (Professional x64 Edition) unterstützt nur neuere DirectX9-Grafikkarten ab der Radeon 9500. Anwender von Windows 98/ME müssen auf den Catalyst 5.2 vom Februar zurückgreifen.
Für das Catalyst Control Center wird mindestens eine Radeon 9500 Grafikkarte sowie das Microsoft .NET Framework 1.1 benötigt. Wer darauf verzichten möchte, kann immer noch das altbekannte Control Panel verwenden, das weiterhin angeboten wird.

ATI gab auch bereits einen Ausblick auf die beiden nächsten Versionen des Catalyst Treibers, die im Juli und August erscheinen werden.
Der Catalyst 5.7 ermöglich u.a. die Nutzung von HyperMemory nicht nur für speziell dafür ausgelegte Radeon X300SE Grafikkarten, sondern auch für andere, auch ältere Modelle mit 64MB oder 128MB Speicher. So soll z.B. eine Radeon X700 mit 128MB in bestimmten Einstellungen durch den neuen Treiber und HyperMemory in Far Cry bis zu 50% und in Half-Life 2 über 10% schneller sein (siehe Bild 8).
Außerdem bekommt das CCC mit dem Catalyst 5.7 die volle 64bit Unterstützung, ist dann also vollständig auch auf Windows XP x64 Edition nutzbar, und es werden die in CrossFire-Konfigurationen möglichen SuperAA-Modi (8x, 10x, 12x und 14x) angeboten.
Im Catalyst 5.8 wird u.a. die HDTV-Unterstützung durch eine überarbeitete Benutzerschnittstelle vereinfacht (siehe Bild 6). Die Funktionen des Catalyst Control Center sind dann auch über einen ‚Wizard‘ zu erreichen und einzustellen, was vor allem unerfahrenen Anwendern zu Gute kommen soll (siehe Bild 3).

Catalyst Mobility: Nun auch für (einige) Notebooks
Catalyst Control Center Performance-Verbesserungen
Catalyst Control Center Wizard
Catalyst Control Center Video Features
WMV-Beschleunigung
Verbesserte HDTV-Unterstützung
Catalyst Performance-Verbesserungen
HyperMemory für 64MB- und 128MB-Grafikkarten

Quelle: Eigene

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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