Spekulationen um TCPA in Apple x86-PCs

Gegensätzliche Berichte von Testern der Intel-Mac Prototypen

Digitales Restriktions-Management (DRM) und das Trusted Platform Module (TPM) erhitzen die Gemüter seit der Bekanntgabe der Pläne im Jahre 2002. Die damals noch TCPA genannten Bemühungen von AMD, Intel, Microsoft, Hewlett-Packard, Sun Microsystems und IBM wurden in Kreisen von Datenschützern, Bürgerrechtlern und vor allem den Nutzern fast durchweg negativ aufgenommen. Schließlich könnte TPM dem Benutzer die Kontrolle über sein System entziehen, eine einfache Identifikation ermöglichen und zur Einschränkung von Nutzungsrechten an digitalen Inhalten verwendet werden. So zierte auch die Hartware.net Seite lange Zeit ein „Against TCPA“-Logo.

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Apple Nutzer hingegen wurden bisher nicht von entsprechenden Sorgen geplagt, es lagen nie konkrete Pläne vor, „Trusted Computing“ in die PowerPC-Architektur zu integrieren. Da sich Apple jedoch von dieser Architektur verabschiedet hat und in Zukunft auf Intel x86-Prozessoren setzt scheinen nun auch Apple Nutzer betroffen. Prototypen der zukünftigen Apple-PCs wurden bereits an ausgewählte Entwickler ausgegeben. Von diesen Entwicklern kommen nun gegensätzliche Informationen bezüglich eingebauten TPM Chips. So wird in einem Artikel auf CNET berichtet, ein entsprechender Chip sei tatsächlich eingebaut und werde bereits verwendet, um eine Installation von Apples OS X x86-Betriebssystem auf anderen x86 PCs zu verhindern. Open for Business hingegen hat Informationen von einem Tester die besagen, dass die Intel Macs mit keinerlei TCPA/TPM Chips ausgestattet sind. Die Vermutung liegt also nahe, dass zweierlei Prototypen existieren.

Die Reaktionen der Apple-Nutzer auf die TPM-Gerüchte waren wie zu erwarten fast durchweg negativ. Sie reichen von bloßen Antipathie-Bekundungen über Boykott-Aufrufe bis zur Drohung eines Nutzers, sein Apple-Tattoo entfernen zu lassen, sollten die x86-Macs tatsächlich einen TPM Chip verbaut haben.

TPM-freie x86-Macs wären auf jeden Fall eine interessante Option für die Zukunft. Schließlich lassen sich auf dieser Hardware auch alternative Betriebssysteme wie beispielsweise Linux installieren. Es wäre somit möglich, TPM tatsächlich zu boykottieren.

Kommentar: Besagter Nutzer kann schon einmal den Laser justieren. Schließlich hat Apple mit seinem iTunes Online-Musikladen DRM gesellschaftsfähig gemacht. Die Chancen auf einen TPM-freien x86-Mac sind (meiner Meinung nach) also ziemlich gering.

Quelle: Eigene

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