Äußerlichkeiten und Anschlüsse
Zunächst fällt einmal die Desktop-Bauform des Gehäuses auf. Was im Office-Bereich längst durch Tower abgelöst wurde, ist im Wohnzimmer sehr sinnvoll. Schließlich passt das Gehäuse so optimal ins Hi-Fi-Rack oder unter den Fernseher. Zusätzlich ist das Gehäuse so sehr stabil und lässt sich unkompliziert öffnen, da nur die obere Abdeckung entfernt werden muss.
Ebenso edel und stilvoll wie schon beim SG01 kommt die Frontpartie daher. In die gut gearbeitete Aluminiumfront, welche in silber oder schwarz zu haben ist, sind neben der Klappe für das optische Laufwerk und den Standardknöpfen und -LEDs ein Display, ein Multifunktionsrad und einige Multimedia-Buttons integriert. Auch ein Panel mit USB, Firewire und Soundanschlüssen findet hier Platz.
Leider gibt es bei der Bedienung einige Macken. So kann z.B. der Reset-Taster nur mit einem sehr spitzen Gegenstand ausgelöst werden. Es bleibt zwar zu hoffen, dass man diesen bei einem HTPC so gut wie nie brauchen wird, ein kleiner hervorstehender Knopf wäre trotzdem sinnvoller gewesen, auch wenn durch die aktuelle Bauform ein versehentlicher Reset ausgeschlossen wird. Wie gut die Auswurftaste für das Laufwerk tastbar ist, hängt von der Position des Knopfes am Laufwerk ab. Sitzt dieser weiter links, wie bei unserem Toshiba, muss man den Knopf schon mal etwas tiefer eindrücken. Ungleich komfortabler ist gottlob das Öffnen über die Fernbedienung, aber dazu später mehr.
Das auffallendste Frontelement ist das große Rad, welches drückbar und drehbar ist. Hiermit können z.B. Menüs aufgerufen und verschiedene Funktionen wie z.B. Lautstärke und Displayfunktion gesteuert werden. Bei unserem Testsample eierte das Rad leider etwas, laut Hersteller ist das aber ein Einzelfall. In den allermeisten Fällen wird man bei der Bedienung ohnehin auf die Fernbedienung ausweichen.
Die Luft kommt durch ein elegant verstecktes, da nach unten gerichtetes Gitter ins Gehäuse. An den Seiten gibt es zusätzliche Öffnungen für Netzteil- und CPU-Kühlung. Auf der Rückseite tritt die Luft durch zwei vorinstallierte 80mm-Lüfter wieder aus. Diese sind mit 21 dB(A) deutlich hörbar, zumal das Gehäuse die Vibrationen der nicht entkoppelten Lüfter noch verstärkt.
Kühltechnisch ist das LC16M damit sehr interessant: Das Netzteil ist quasi vom Gesamtluftstrom entkoppelt, da es seine Frischluft direkt seitlich von außen ansaugt und direkt nach hinten wieder ausbläst. Die frische Luft, die durch zwei (optionale) 80 oder 92mm Lüfter vorn ins Gehäuse gelangt, kühlt zunächst die Festplatten, strömt dann über den CPU-Kühler nach hinten und wird durch die zwei 80er Lüfter wieder hinausbefördert. Wem das nicht langt, der kann seitlich neben dem CPU-Kühler einen weiteren 80mm Lüfter einbauen. Es ist allerdings völlig unverständlich, warum man nicht auch hier 92er Bohrungen angebracht hat, Platz ist genügend vorhanden. Sogar 120mm Lüfter würden hier passen, dann wäre das LC16M kühltechnisch perfekt.
Die seitliche Lüftungsöffnung neben der CPU könnte auch größere Lüfter gut vertragen

An der Rückseite befördern 2 80mm-Lüfter viel Heißluft nach draußen.
Zum Lieferumfang gehören neben dem Gehäuse noch das Handbuch, die Fernbedienung und Montagematerial sowie die nötigen Kabeladapter. Das wirkt leider etwas mager. Das Handbuch lässt in Sachen Kabelbelegung und Anschluss viele Fragen offen, die erst später durch Ausprobieren oder PDFs auf der CD geklärt werden. Zudem hätte man bei dem nicht geringen Kaufpreis zumindest einen Satz Batterien (2x AAA) für die Fernbedienung erwarten können.


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