Acer Extensa 4102 WSXGA+ Notebook - Seite 4

Anzeige

Erste Inbetriebnahme

Zunächst zur Kühlung: Der bereits erwähnte Lüfter befördert die Luft von unten ins Gehäuse an den Kühlelementen vorbei und rechts an der Seite entsprechend aufgeheizt wieder hinaus. Der Geräuschpegel hierbei ist zwischen leise und nervtötend einzuordnen. Sprich: Man hört ihn sehr deutlich, kann aber damit leben. Für Vorlesungssäle oder Silent-Fanatiker ist das Gerät aber nicht zu empfehlen. Erschwerend hinzu kommt, dass die CPU auch bei Office-Betrieb durchaus Temperaturen von um die 45°C erreicht, was für die CPU kein Problem ist, aber dazu führt, dass immer zwischendurch teilweise über längere Zeit der Lüfter läuft.

Im BIOS findet sich neben der obligatorischen Bootreihenfolge und einigen anderen gängigen Funktionen wie z.B. drei verschiedenen Passwörtern (Supervisor/User/HDD) eine Einstellung “Disk to Disk Recovery”. Mit dieser lässt sich die gleichnamige Funktion an- bzw. abstellen, die es dem Nutzer erlaubt, mit einem Spezialprogramm von Acer eine Sicherung der Systempartition auf eine versteckte Partition durchzuführen. Dies funktioniert sowohl unter Windows als auch beim Booten per Hotkey. Spätestens wenn man bemerkt, dass dieses Feature nur FAT32 unterstützt und aufgrund dessen beide Partitionen (System und Daten) auf FAT32 formatiert sind, überlegt man sich ernsthaft, auf dieses “Feature” zu verzichten zugunsten von einem wesentlich moderneren Dateisystem und immerhin 3 Gigabyte mehr Plattenspeicher. Zudem meldet Partitionmagic beim Start einen Fehler bei der Adressierung der Partitionen, was auch nicht sehr vertrauenserweckend wirkt.


Sieht aus wie Ghost, arbeitet wie Ghost, heisst aber “Acer Recovery Tool”

Der nächste Schritt für den versierten User wird in der Regel darin bestehen, das bei Komplettsystemen gewohnt umfangreiche Software-Paket auszudünnen. Nicht jeder User wird die vorinstallierten Produkte á la AOL, Norton Antivirus, diverser Multimedia-Software usw. nutzen wollen. Auch die zahlreichen Autostart-Prozesse sorgen nicht gerade für einen zügigen Betriebssystem-Start. Schnell landet auch das hässliche, weil für WSXGA+ viel zu gering aufgelöste Hintergrundbild von Acer im Papierkorb-Nirvana.

Durchaus interessant ist das installierte ASUS-Paket, welches sich über den entsprechenden Hotkey starten lässt. Hier finden sich z.B. ein Energie-Manager, ein Systemeinstellungsprogramm und ein Netzwerk-Manager. Diese ersetzen teilweise komplett die entsprechenden Windows-Tools. So kommt man z.B. nach einem Klick auf das Windows-Batteriesymbol nicht in die gewohnten Energieeinstellungen, sondern in das Acer-Tool, das ein detailliertes Anlegen von Profilen ermöglicht und diese bei laufendem Betrieb dann automatisch aktiviert, z.B. wenn der Netzstecker gezogen wird. Mit den Systemtools lassen sich die wichtigsten BIOS-Einstellungen im laufenden Betrieb ändern und der Netzwerk-Manager bietet eine sehr detaillierte Übersicht über die Netzverbindungen. So kann man z.B. auf einen Blick alle WLAN-Netzwerke in Reichweite sehen, ob es 802.11b oder -g Netze sind, welche Qualität sie haben etc. Darüber hinaus sieht man schnell Rechnernamen und IP-Adressen von Laptop und Router. Auch dieses Tool ersetzt das Windows-Tool, was dazu führt, dass Windows das WLAN-Netz erkennt, dann wieder verliert, weil Acer die Kontrolle an sich reisst und dann schließlich Windows das Netz wieder zugänglich macht. Dauert ein paar Sekunden länger, funktioniert aber tadellos.
Der Presentation Manger schließlich erlaubt es, die Auflösung des externen Ausgangs umzustellen.


Die Acer Tools leisten gute Dienste, hier der Energy Manager

Ein Merkmal zieht sich durch alle diese Software-Tools: Die teils grausam schlechte deutsche Übersetzung. Hier muss man speziell beim Backup-Programm schon mal einen Satz zweimal lesen, um ihn zu verstehen. Hier wurde eindeutig die Qualitätsprüfung wegrationalisiert.

Mitinstalliert wird auch ein mit ca. 80 Seiten umfangreiches Handbuch im PDF-Format, welches sich allerdings allgemein auf die 4100er Serie bezieht und somit wenig Aussagen zu technischen Details wie z.B. dem Slot-In Laufwerk macht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert