Details zu AMDs Quad-Core CPUs

AMD verrät Einzelheiten der K8L Architektur: 4-Kern CPUs kommen 2007

AMDs Chuck Moore hat auf dem Spring Processor Forum in San José, Kalifornien, Details der kommenden „K8L“ Architektur preis gegeben. Bei diesen für das nächste Jahr angekündigten Quad-Core Prozessoren verzichtet AMD auf radikale Neuerungen, wie es Intel für das dritte Quartal mit der Einführung der Core Mikroarchitektur plant. „K8L“ ist eher als Weiterentwicklung der „K8“ Architektur zu sehen, auf der die aktuellen AMD Athlon 64, Turion 64 und Opteron CPUs basieren.

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Bei AMDs Dual-Core (und auch Single-Core) Prozessoren besitzt derzeit jeder Kern eigene Level-1 und Level-2 Caches. Dies wird bei K8L CPUs ebenfalls noch der Fall sein, aber es wird ein dritter, gemeinsamer Cache hinzukommen. Auf diesen Level-3 Cache haben alle Kerne Zugriff. Dies soll die vergleichsweise langsamen Zugriffe auf den Hauptspeicher reduzieren. Allerdings dürften nicht alle kommenden Quad-Core CPUs von AMD über den L3-Cache verfügen. Dies dürfte eine Frage der Preisklasse sein.
Neben DDR2 SDRAM soll auch DDR3 Hauptspeicher zu gegebener Zeit unterstützt werden. Hier fehlt allerdings noch ein offizieller Standard. Auch FB-DIMMs wären möglich, aber diese produzieren nach Ansicht von AMD zu viel Wärme. Intel setzt dagegen bei den kommenden Chipsätzen für Server-Plattformen (Codename: Blackford) FB-DIMMs voraus, so dass AMD offenbar flexibler sein will bei der Hauptspeicherbestückung.
Basis der K8L Plattform wird HyperTransport 3.0. Dessen Spezifikationen wurden erst kürzlich finalisiert. HT 3.0 sieht eine Taktrate von bis zu 2,6 GHz vor, also eine Bandbreite von 20,8 GB/s auf einer 16-bit Verbindung. Zum Vergleich: die AMD64-Systeme nutzen derzeit HyperTransport 2.0 mit 1 GHz und bis zu 8 GB/s.
Bei den K8L Prozessoren soll außerdem die Leistung der Fließkomma- und SSE-Einheiten deutlich gesteigert werden. Die einzelnen Kerne könnten darüberhinaus mit unterschiedlichen Spannungen laufen, was die Stromaufnahme insgesamt reduziert, wenn nicht alle Kerne gleichzeitig benötigt werden.
Weiterhin besitzt die K8L Architektur eine 48bit Speicheradressierung, 8bit mehr als bei aktuellen Opteron CPUs. Dies steigert den maximal möglichen Hauptspeicherausbau von 1 Terabyte auf 256 Terabyte!

Quelle: ZDNet

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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