Grafikchip von Intel erst später

Markteinführung später als erwartet, vermutlich erst Ende 2009 oder 2010

Auf dem Intel Developer Forum im Herbst letzten Jahres hatte Intel „Larrabee“ erstmals offiziell angekündigt. Dabei handelt es sich um einen Multifunktionschip mit einer Vielzahl von Kernen und einem gemeinsamem Cache, der mit den entsprechenden Treibern auch als Grafikchip mit Unterstützung für Direct3D und OpenGL genutzt werden kann. Man rechnete mit einer Markteinführung nicht vor Ende dieses Jahres. Jetzt aber heißt es, dass Larrabee erst Ende 2009 oder 2010 erscheinen wird.

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Auf Nachfrage erklärte Intel-Chef Paul Otellini bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen letzte Woche, dass die ersten in Silizium gegossenen Larrabee Muster gegen Ende dieses Jahres produziert werden dürften. Dann würde man mit ihnen herumspielen und an Entwickler verteilen. Als Produkt sei Larrabee laut Otellini im Plan für Ende 2009 oder 2010.
Voraussichtlich wird Larrabee dann in 32 Nanometer Technik gefertigt und aus 16 bis 24 x86-Kernen bestehen.
Bis 2010 dürften die anderen Grafikchip-Hersteller ebenfalls Multicore-Technologien entwickelt haben und auch die Software-Entwickler auf diesen Trend reagiert haben. Ob Intel allerdings dann z.B. Spielefirmen von seinem Konzept überzeugen kann, ist noch völlig offen. Wahrscheinlich muss Larrabee dann schon besondere Fähigkeiten haben, damit die Programmierer diesen unterstützen.

Intel Larrabee

Quelle: Ars Technica

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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