GeForce 9500 GT - Seite 2

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Zotac GeForce 9500 GT AMP! Edition

Preis ca. 80 Euro (Stand: 28.7.2008)
Hersteller Zotac
Beilagen DVI-VGA-Adapter, DVI-HDMI-Adapter, SPDIF-Kabel, Adapter S-Video auf Komponente, Schnellanleitung (mehrsprachig, u.a. 1 Seite Deutsch), Handbuch (Englisch, 20 S.)
Software Treiber

Box

Wie gewohnt bei einer Grafikkarte für weniger als 100 Euro ist die Ausstattung der Zotac GeForce 9500 GT AMP! Edition nicht besonders umfangreich. In der kompakten Box ist deshalb auch keine Spiele-Vollversion zu finden. Allerdings sind Handbuch und die wichtigsten Anschlussadapter wie z.B. für VGA und HDMI vorhanden. Der Quick Installation Guide ist sehr kurz geraten und deshalb nur für Profis geeignet, die aber wiederum keine solche Hilfe benötigen dürften, da keine Besonderheiten bei der Installation der Grafikkarte zu beachten sind. Dafür ist das Handbuch sehr gut. Installation und Einrichtung von Hardware und Software werden ausführlich beschrieben, inklusive z.B. der Deinstallation alter Treiber.
Zunächst fällt die besonders kurze Platine der GeForce 9500 GT auf. Mit 160mm ist sie nochmals ein Stück kürzer als bei einer GeForce 8600 (187mm). Damit ist sie besonders gut geeignet für kompakte Gehäuse und Wohnzimmer-PCs.


Zotac GeForce 9500 GT AMP! Edition

Eine direkte Stromversorgung vom Netzteil benötigt selbst die ab Werk bereits ordentlich übertaktete Version nicht. Laut Nvidia liegt die Leistungsaufnahme der GeForce 9500 GT bei rund 50 Watt, also deutlich unterhalb der 75 Watt, mit der die Karte über den PCI Express Bus versorgt werden kann.

Der kleine 50mm Lüfter macht nach dem Systemstart keinen guten Eindruck, weil er ein hochfrequentes und unangenehmes Rauschen erzeugt. Nach der Installation der Grafiktreiber geht die Drehzahl allerdings ein gutes Stück runter, dann ist er deutich leiser und nur noch leicht hörbar. Das gilt aber nur für den Betrieb unter Windows. Bis das Betriebssystem mal gestartet ist, ist die Karte noch relativ laut.
Dafür wird der Lüfter auch unter Last nicht lauter, sondern behält seine flüsterleise Einstellung von „30% Fan Speed“. Selbst beim Dauerbetrieb einer 3D-Anwendung erfolgt keine Erhöhung der Drehzahlen.

Bilder

Informationen von GPU-Z

GPU-Z Hardware-Monitoring

Grund für die niedrigen Lüfterdrehzahlen ist die relativ niedrige Chiptemperatur. Im Desktop-Betrieb erreicht diese trotz Zimmertemperatur von rund 30°C gerade einmal 40°C und unter Last wie z.B. einem 3D-Spiel stieg sie bei uns im Test nicht höher als 60°C.


Rückseite der Grafikkarte ohne Kühlung

Als Anschlüsse stehen wie gewohnt zwei HDCP-kompatible Dual-Link DVI-Ports und ein HDTV-kompatibler S-Video-Anschluss zur Verfügung. Mit dem beiliegenden HDMI-Adapter können auch große Flachbildfernseher angesteuert werden.
Nvidia betont außerdem, dass der G96 Grafikchip neben HDMI auch DisplayPort unterstützt und entsprechende Grafikkarten mit solchen Anschlüssen wohl kommen werden.

Die GeForce 9500 GT unterstützt den Parallelbetrieb zweier Grafikkarten per SLI auf entsprechend geeigneten Mainboards sowie alle sonstigen Features der GeForce 9 Serie wie „PureVideo HD“ Videobeschleunigung und -otimierung sowie Physikberechnungen (PhysX) und Folding@home per Grafikchip. Durch die Unterstützung von CUDA werden weitere Programme, die den Grafikchip für andere Zwecke als die Grafikdarstellung nutzen, hinzu kommen. Ein Beispiel ist die Videokonvertierung. Mit neuen Treibern und der kommenden Anwendung „Badaboom“ können Videos mit Hilfe der Grafikkarte deutlich schneller als bislang z.B. in ein Format für einen portablen Videoplayer umgewandelt werden. Nach Angaben von Nvidia verringert sich die Zeit für die Konvertierung z.B. eines 1280×720 großen Films in ein 640×360 kleines Video auf einem Dual-Core Prozessor durch den Einsatz einer GeForce 9500 GT auf weniger als ein Fünftel!

Die Unterstützung von Hybrid SLI fehlt der GeForce 9500 GT – zumindest vorerst. Nach Auskunft von Nvidia ist „Hybrid Power“, die Stromspartechnik mit Abschaltung der Grafikkarte auf entsprechend geeigneten Mainboards mit integrierter Grafik, der Enthusiastenklasse vorbehalten. Für „GeForce Boost“, den Parallelbetrieb von Grafikkarte und integrierter Chipsatzgrafik, ist die GeForce 9500 GT aber momentan noch zu schnell, weil Nvidias aktuelle Chipsätze dafür zu langsam sind. Nvidia stellte gegenüber Hartware.net aber in Aussicht, dass „GeForce Boost“ auf kommenden integrierten Chipsätzen mit der GeForce 9500 GT möglich sein wird. Das wird dann im Treiber aktiviert, Hardware-seitig ist die 9500 GT dafür vorbereitet.

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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