AMD gliedert Produktion aus

Arabische Investitionen: The Foundry Company fertigt demnächst für AMD

AMD hat heute endlich Details zu ihrer „Asset Smart“ Strategie genannt. Zusammen mit arabischen Investoren aus dem Emirat Abu Dhabi (ATIC) hat man „The Foundry Company“ gegründet und lagert seine Produktionsstätten wie z.B. die CPU-Anlagen in Dresden in den neuen Halbleiterhersteller aus. Gleichzeitig stockt die ebenfalls aus Abu Dhabi kommende Investment-Firma Mubadala ihre Anteile an AMD von 8,1 auf 19,3 % auf. Damit fließt dringend benötigtes Geld in AMDs Kassen.

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Außerdem wurden heute die Pläne für den Bau einer neuen Chipfabrik (Fab 4x) im Staate New York bekräftigt. Der Bau soll im nächsten Jahr beginnen, 2011 könnten die ersten Chips dort vom Band laufen. AMD geht davon aus, dass insgesamt 1400 Stellen direkt in der Fab geschaffen werden und zusätzliche 5000 Jobs im Umfeld entstehen werden. Allerdings steht eine Einigung mit den Behörden in New York noch aus.

In der Führungsmannschaft des gemeinsam von AMD und der Staats-eigenen Investment-Firma ATIC aus Abu Dhabi gegründeten Unternehmens „The Foundry Company“ sitzen zu gleichen Teilen Vertreter von AMD und ATIC, obwohl ATIC 55,6 % und AMD nur 44,4 % hält. Chef von „The Foundry Company“ wird Doug Grose, der bereits bei AMD für die Produktion verantwortlich war. Der ehemalige Chef und heutige Aufsichtsratsvorsitzende von AMD, Hector Ruiz, wird künftig diesen Posten bei „The Foundry Company“ übernehmen.
„The Foundry Company“ wird übrigens noch als temporärer Name bezeichnet, eventuell bekommt das neue Unternehmen noch einen anderen.
AMD bringt seine Produktionsstätten in „The Foundry Company“ ein, ATIC zahlt dafür zunächst 2,1 Milliarden US-Dollar, wobei $1,4 Mrd. in die neue Firma und $700 Mio. direkt an AMD gehen.
Durch die Aufstockung der Anteile von Mubadala bekommt AMD nochmals $314 Mio. Dafür darf Mubadala einen Vertreter in den Vorstand von AMD entsenden.

„The Foundry Company“ wird natürlich erstmal für AMD Prozessoren fertigen, steht aber künftig auch anderen Herstellern offen.

Quelle: Eigene

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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