iPhone-4-Display: Top oder Flop?

Andere Unternehmen kritisieren Apples Marketingstrategie

Während Steve Jobs das Display des iPhone 4 feiert, stimmen Sprecher anderer Unternehmen nur mit Einschränkungen zu: Samsung erklärte die hohe Auflösung des iPhone 4 sei ein zweischneidiges Schwert, denn sie belaste die Akkulaufzeit und hätte auf die Bildqualität weniger Auswirkung als der Umstieg auf AMOLED-Bildschirme. Laut Samsung würde sich die Bildschärfe nur um 3 – 5 % verbessern, die Akkulaufzeit aber um 30 % verringern. Ein AMOLED-Display könnte Abhilfe schaffen und niedrigere Auflösungen durch höhere Kontrast- und Schwarzwerte sowie bessere Farbwiedergabe ausgleichen.

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Samsung bleibt dabei, dass Apples Einsatz eines LC-Displays mit IPS-Technik eventuell die falsche Entscheidung war: „IPS-LCD-Technik kann nicht mit AMOLED-Displays mithalten“. Dennoch gesteht Samsung auch Nachteile der AMOLED-Technik ein, wie die hohen Herstellungskosten und die schlechte Sichtbarkeit bei wechselnden Lichtverhältnissen. Zudem räumt Samsung ein, dass AMOLED-Bildschirme aktuell knapp seien und dies für Apple ein Grund gewesen sein könnte, aus dem man sich für ein IPS-LCD-Panel entschied.

Doch es wird weitere Kritik an Apple laut: Der Bildschirm-Entwickler und DisplayMate-Präsident Raymond Soneira kritisiert Apples Behauptungen, dass das iPhone 4 quasi unsichtbare Pixel böte. Apple erklärte die Pixeldichte von 326 ppi würde die Wahrnehmungsfähigkeit des Auges (300 ppi) überschreiten. Soneira bestreitet dies und erklärt, dass mindestens 477 ppi für diesen Effekt nötig seien. Apples Aussagen träfen nur zu, sobald der Anwender ca. einen halben Meter Entfernung zum Bildschirm des iPhone 4 einnehme.

Laut Soneira träfe Apple primär Marketingaussagen, die technisch „übertrieben“ seien. Allerdings setzte Soneira hinzu, dass das iPhone 4 dennoch seiner Meinung nach insgesamt über das beste Display aller Smartphones verfüge.

Quelle: Electronista

André Westphal

Redakteur

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