Publisher vs Gebrauchtmarkt

Konsolenhersteller und Spieleentwickler leiden angeblich

Die Analysten der Firma Cowen and Company berichten, dass die Verkaufzahlen neuer Spiele im zweiten Monat nach Veröffentlichung immer stärker einbrechen. Auf mangelnde Qualität der Spiele, viele Käufer am Veröffentlichungstag oder Anwender, die angesichts der Wirtschaftskrise lieber auf Preissenkungen warten, mag man dies aber nicht zurückführen: Stattdessen diagnostiziert man den Markt für gebrauchte Software als Problemursache. Dadurch sollen die Spieleverkäufe auf Playstation 3 und Xbox 360 im Vergleich zu PS2 und der ersten Xbox um ca. 20 % gesunken sein.

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Cowen und Company vergleichen in der Studie Spieleverkäufe aus dem Jahr 2003 auf PS2 und Xbox mit aktuellen Verkäufen auf PS3 und Xbox 360. Laut den Analysten sei die Verbreitung der PS2 / Xbox in 2003 und der PS3 / Xbox 360 2010 durchaus vergleichbar und die Zahlen damit aussagekräftig. Wie üblich vernachlässigt man allerdings externe Faktoren, wie etwa die aktuelle wirtschaftliche Krise, die sicher zu den sinkenden Verkaufzahlen beigetragen hat.

Cowen and Company glaubt gar, dass manche Spiele sich im Vergleich zu 2001 sogar im zweiten Monat um 62 % schlechter verkaufen. Als abschreckendes Beispiel nennt man das erfolgreiche Spiel „Final Fantasy XIII“, dessen Verkaufszahlen sich im zweiten Monat um 93 % verringert haben sollen.

Gebrauchte Software gibt es mittlerweile bei vielen großen Händlerketten oder auch online in Auktionshäusern. Spiele-Publisher wollen dem entgegenwirken – eine Strategie ist etwa EAs „Project 10 Dollar“. Bei EA erhalten Käufer der neuen Spiele kostenlose Download-Inhalte für die Käufer gebrauchter Spiele extra zur Kasse gebeten werden.

Quelle: MCV

André Westphal

Redakteur

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