Windows Phone 7 enttäuscht

Verkaufszahlen am Veröffentlichungstag waren gering

Microsoft hatte sich von seinem neuen Betriebssystem für Smartphones, Windows Phone 7, den großen Einstieg ins Smartphone-Segment erhofft. Bisher scheinen die Pläne nicht aufzugehen, denn die Verkaufszahlen betroffener Geräte waren am Erstverkaufstag in den USA relativ gering: Nur 40.000 Smartphones mit Windows Phone 7 wechselten laut einer Marktforschungsfirma den Besitzer. Microsoft selbst enthielt sich eines Kommentares zu den Zahlen, während ein T-Mobile-Sprecher im Gegenzug angab, dass Windows-Phone-7-Smartphones „bei den Käufern direkt großes Interesse geweckt“ hätten.

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Vergleicht man die 40.000 verkauften Smartphones am Erscheinungstag mit den Konkurrenten, wird die Bedeutung erst klar: Google gibt an pro Tag 200.000 Smartphones mit Android absetzen zu können. Apple hingegen beansprucht für sich 270.000 iPhones pro Tag zu verkaufen.

Der Analyst Michael Cote führt die schlechten Verkaufszahlen am Erscheinungstag auch auf das suboptimal gewählte Datum zurück: „Montage sind schlechte Veröffentlichungstage. Sie haben so viel Geld für Marketing ausgegeben aber übersehen, dass Freitage oder Samstage immer noch die besten Erscheinungstage sind.“ Cote glaubt außerdem, dass zu viele Modelle auf einmal erschienen seien, was potentielle Kunden verwirre. Es gibt 9 unterschiedliche Modelle, Kunden wählen aber laut Studien am liebsten aus zwei Varianten.

Dennoch könnten Microsofts Windows-Phone-7-Smartphones noch Fahrt aufnehmen, glaubt Analyst Roger Entner: „Es ist noch sehr früh. Nicht jedes Produkt ist gleich zu Anfang ein Kassenschlager. Das erste Android-Smartphone war für T-Mobile auch kein großer Erfolg.“

Quelle: TheStreet

André Westphal

Redakteur

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