Autosteroskopische TVs floppen

Verkäufe bleiben in Japan hinter den Erwartungen zurück

Toshiba hat als erster Hersteller in Japan autostereoskopische TVs auf den Markt gebracht: Die 3D-TVs kommen ohne die üblichen Polarisations- oder Shutter-Brillen aus. Bisher sind die Verkaufszahlen allerdings enttäuschend: Toshiba konnte im ersten Monat weniger als die Hälfte der erwarteten Verkäufe erzielen. Das 20-Zoll-Modell kostet umgerechnet etwa 2165 Euro und offenbar ist den Endkunden der Preis für einen so kleinen Bildschirm selbst bei brillenlosem 3D zu hoch. Das Modell mit 12-Zoll soll sich gar noch schlechter am Markt etabliert haben.

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Toshiba zieht aus den mageren Verkaufszahlen – gerade einmal 500 Stück für den 20-Zoller – dass autostereoskopische Displays sich erst ab größeren Bilddiagonalen lohnen. So zeigte Toshiba bereits auf der CES 2011 Modelle mit 56 und 65 Zoll großen Bilddiagonalen. Hier sind jedoch noch technische Probleme in den Griff zu bekommen, bevor diese auf dem Massenmarkt verfügbar sein werden.

Toshibas Geschäftsführer, Masaaki Osumi, bleibt dennoch optimistisch: „Wir haben noch viele Hürden vor uns. Aber unterschätzt uns nicht: Wir werden autostereoskopische 3D-TVs auf dem Massenmarkt durchsetzen.“

Quelle: Bloomberg

André Westphal

Redakteur

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