Intel-Chef enttäuscht von Nokia

Geschäftsführer bezeichnet Partnerschaft als Fehler (UPDATE)

Intels Geschäftsführer Paul Otellini gibt sich aktuell enttäuscht von der Partnerschaft mit Nokia. Otellini schiebt Nokia die Schuld für die Verzögerungen der Intel-CPUs für Smartphones in die Schuhe. Laut Otellini wäre Intel mit einem anderen Partner weitaus besser dran gewesen: Im Nachhinein haben wir mit Nokia den falschen Partner gewählt, urteilt Otellini harsch. Gleichzeitig beruhigt Otellini Investoren, dass die geplanten Medfield-Chips für Smartphones in der ersten Jahreshälfte 2012 erscheinen sollen. Ursprünglich wollte man jene Chips bereits 2011 ausliefern.

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Otellini behauptet, die Partnerschaft mit Nokia rund um das Betriebssystem MeeGo sei eine Fehlentscheidung seitens Intel gewesen. Mit einem besseren Partner hätte man schneller Fortschritte vorweisen können.

Bringt Intel 2012 seine ersten Chips für Smartphones auf den Markt, dürfte die Konkurrenz nach wie vor groß sein. Es bleibt abzuwarten, ob und wie sich das Unternehmen somit im mobilen Bereich durchsetzen kann.

UPDATE:
Auf Anfrage von Hartware.net wollte Nokia die Aussagen von Otellini nicht direkt kommentieren, erläuterte aber die aktuellen Pläne für MeeGo:

Das MeeGo Projekt wird in den Unternehmensbereich „Future Disruptions“ übergehen, der Entwicklungen mit grossem Neuerungspotential für Endgeräte, Plattformen und User Experience vorantreibt.
Darüber hinaus gehen wir davon aus, 2011 ein Produkt aus unserem MeeGo-Programm auf dem Markt zu bringen. Wir haben diesbezüglich auch mit Intel gesprochen. Natürlich können wir weder ihre Meinungen noch die fortlaufende Pläne für MeeGo kommentieren.

Quelle: TechRadar

André Westphal

Redakteur

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