Intel: Atom-CPU integriert Wi-Fi

Rosepoint vereint CPU und Wi-Fi auf einem Die

Intels Forschungsabteilung werkelt derzeit an Rosepoint, Atom-CPUs die auf dem gleichen Die wie die CPU Wi-Fi-Empfänger verbauen. Auf diese Weise entstehen kompakte und energieeffiziente Chips, die für das Smartphone- und Tablet-Segment eine Revolution darstellen. Aktuell handelt es sich aber noch um ein Forschungsprojekt – marktreife Produkte sind frühestens ab 2015 zu erwarten. Intel nutzt für den Wi-Fi-Empfang digitale Radio-Frequency-Chips, die zusammen mit zwei CPU-Kernen aus dem 32-Nanometer-Verfahren auf einem einzigen Die sitzen.

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Laut Intels technischem Leiter, Justin Rattner, sind die entstandenen SoCs nicht nur besonders stromsparend, sondern bieten auch verbesserte Signalstärke: „Weil wir auch bei Wi-Fi digital statt analog vorgehen, können wir die Vorteille von Moore’s Gesetz auf die Wi-Fi-Schaltkreise anwenden.“ Sollte Intels Plan aufgehen, könnte das Unternehmen in Zukunft direkt mit Anbietern von Wi-Fi-Chips wie Texas Instruments und Broadcom konkurrieren.

Kunden würden dank der neuen Chips potentiell von längeren Akkulaufzeiten profitieren. Zudem würden durch die Reduzierung der Bauteile die Herstellungskosten sinken. Noch steht die Entwicklung aber vor einigen Problemen, denn sowohl CPUs als auch Wi-Fi-Chips können sich gegenseitig stören: „Je näher beide nebeneinander liegen, desto eher treten Störungen auf“, bestätigt Intels Leiter des Forschungslabors für Funktechnik, Hossein Alavi. Um dieses Problem zu beheben, arbeitet Intel derzeit an Schutzmaßnahmen, um die Chips jeweils vor den Signalen des Gegenübers abzuschirmen.

Bis zur Marktreife wird somit noch etwas Zeit vergehen. Intel ist aber fest entschlossen Rosepoint weiter zu entwickeln und plant am Ende gar Wi-Fi-Antennen direkt in die Chips zu implementieren.

Quelle: Intel

André Westphal

Redakteur

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