Thorsten Heins über RIMs Zukunft

Eventuell Einführung eines Lizensierungsmodells

In einem Interview mit der Zeitung Die Welt hat sich Thorsten Heins, der Geschäftsführer des kanadischen Smartphone-Herstellers RIM, zur Zukunft seines Unternehmens geäußert: Wie üblich verweist Heins auf das Betriebssystem BlackBerry 10 und die entsprechenden neuen Smartphones, die noch diesen Monat erscheinen. Damit setzt RIM alles auf eine Karte. Heins glaubt, dass RIM mit dem BlackBerry 10 im Smartphone-Segment eine „substanzielle Rolle“ spielen werde. Gleichzeitig erklärt Heins, dass man seine BlackBerry-Marke in Zukunft auch an Dritte lizensieren könnte.

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So erklärt der RIM-Primus: „Bevor man die Software lizenziert, muss man zeigen, dass die Plattform auch ein großes Potenzial hat. Wir müssen erst einmal unsere Versprechen erfüllen. Wenn dieser Beweis erbracht ist, ist auch eine Lizenzierung vorstellbar.“ Im Klartext will RIM erstmal seine eigenen Smartphones mit BlackBerry 10 abwarten und die Annahme am Markt abwarten.

Gleichzeitig weist Heins darauf hin, dass BlackBerry 10 mit 70.000 Apps an den Start gehe und Entwickler es sehr leicht haben sollen, ihre Android-Apps für das RIM-Betriebssystem zu portieren. Dies soll Entwicklern große Chancen eröffnen: „Laut Vision Mobile verdient ein Entwickler bei Blackberry im Durchschnitt vier Prozent mehr im Monat pro App als bei Apple und hat sogar 40 Prozent mehr Umsatz als bei Android. Das hängt auch damit zusammen, dass wir stark bei Geschäftskunden unterwegs sind. Viele Downloads in der Blackberry World werden bezahlt, die Programmierer verdienen also daran.“ Man darf gespannt sein, ob Entwickler sich von diesen Zahlen locken lassen.

Quelle: DieWelt

André Westphal

Redakteur

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