Sony wird ab März die Produktion der MiniDisc-Abspielgeräte einstellen. MiniDiscs sollten ursprünglich analoge Kassetten ersetzen und als wiederbespielbares, optisches Medium neben der CD existieren. Da die Medien sehr einfach zu bespielen und Inhalte leicht zu schneiden waren, eroberte sich die MiniDisc immerhin im Bereich für Radio- und Tonstudios eine kleine Nische. Auf dem Massenmarkt erreichte die Sony MiniDisc dagegen nie nennenswerte Marktanteile. Nach dem Aufkommen der MP3 versank die MiniDisc dann endgültig in Europa in der Bedeutungslosigkeit.
Einzig in Asien bzw. speziell in Japan sicherte sich die MiniDisc einen loyalen Kundenkreis. Anwender können mit der MiniDisc und entsprechenden Playern Audio-Daten in Sonys eigenem ATRAC-Format aufzeichnen. Später waren auch Aufnahmen in PCM möglich. Die Dauer der Aufnahmen war anfangs auf 74 Minuten beschränkt, erhöhte sich später aber auf 80 Minuten.
Während Sony die Produktion von Abspielgeräten nun endgültig einstellt, wird der Hersteller Onkyo weiter Player anbieten. Auch die Medien selbst sollen vorerst weiter im Handel verfügbar sein.
Quelle: Asahi

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