Ernüchterung um die Ouya

Aktive Kühlung, keine Anbindung an Google Play

Aktuell stellt sich um die kommende Konsole mit dem Betriebssystem Google Android, die Ouya, etwas Ernüchterung ein: So hat die Ouya-Geschäftsführerin, Julie Uhrman, enthüllt, dass das SoC (System-On-Chip), sprich Nvidia Tegra 3, aktiv gekühlt wird. Zudem hat Uhrman die Anbindung an Google Play verneint. Somit müssen Käufer der Konsole Apps aus der offiziellen Ouya-Plattform herunterladen. Verwirrung stiftet Uhrman auch mit der Aussage, dass Entwickler nur 30 % der Einnahmen einstecken dürfen, während Ouya 70 % einheimsen soll.

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Bei letzterer Aussage könnte es sich aber auch einfach um einen Fehler in Uhrmans Ansprache handeln, denn das Ouya-FAQ garantiert die umgekehrte Verteilung: also 70 % für die App-Entwickler und 30 % für Ouya. Kopfschmerzen bereitet manchen Entwicklern, dass Ouya die Apps im App-Store stärker filtern will als Google selbst unter Google Play. So spricht Uhrman davon, auch Apps mit schlechten Benutzererfahrungen auszusortieren – also solche, die nicht ausreichend mit Controllern und Fernsehern kompatibel seien. Zudem will man weiterhin Apps mit Urheberrechtsverletzungen, pornographischen Inhalten und realistischer Gewaltdarstellung ausschließen. Ob das bedeutet, dass auch ein Spiel wie „Dead Trigger“ aus dem Ouya-Store herausfiele, ist offen.

Auf die Frage hin, wie oft man Neuauflagen der Ouya veröffentlichen wolle, erklärte die Geschäftsführerin man wolle sich eher an Smartphone-Veröffentlichungszyklen orientieren denn an Konsolen-Lebenszeiten. Im Klartext könnte bei Erfolg der ersten Ouya also jährlich eine neue Generation folgen. Uhrman eröffnete ebenfalls, dass Nvidia Tegra 3 in der Ouya aktiv gekühlt wird. Dies deutet entweder auf günstige Chips hin, die für Smartphones nicht geeignet wären, oder relativ hohe Taktraten.

Insgesamt sorgte Uhrmans Rede besonders bei Entwicklern für Ernüchterung. Man sieht größtenteils nur eine geringe Reichweite in der Ouya und die Offenheit der Plattform ist letzten Endes geringer als zunächst erhofft.

Quelle: BSN

André Westphal

Redakteur

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