Echtes 3D benötigt mehr als Ultra HD

Weder 4K noch 8K sollen ausreichen

Kimio Hamasaki, ein leitender Forscher in den japanischen NHK-Laboren, meint, dass weder 4K noch 8K für die Darstellung von glaubhaften 3D-Inhalten ausreichen. Die NHK (Nippon Hoso Kyokai) ist eine der treibenden Kräfte hinter dem 8K-Standard. Laut Hamasaki erreiche man mit 8K in 2D die Grenzen der menschlichen Wahrnehmung. Für nahezu natürliches 3D seien aber höhere Auflösungen sinnvoll. Das soll sich auch in der Forschung der NHK niederschlagen, die im Bereich 8K weltweit führend ist: Nach 8K will man höher auflösende Formate nur noch für die 3D-Darstellung konzipieren.

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Bis derlei Techniken für Privatkunden zur Verfügung stehen, dürfte aber ohnehin noch reichlich Zeit vergehen. Die NHK nahm die Entwicklung der 8K-Technik unter dem Namen „Super Hi-Vision“ bereits 1995 auf – die native Auflösung beträgt hier 7680 x 4320 Bildpunkte. Das entspricht dem Vierfachen von 4K und dem 16-fachen des heute üblichen 1080p. Mit 8K soll dann auch 22.2-Audio Einzug halten. Die NHK hat bei der Entwicklung mit renommierten Firmen wie Fujitsu, JVC, Panasonic und Sharp kooperiert.

Die NHK zählt übrigens zu den wenigen Firmen, die an der aktuellen 3D-Technik nie Interesse gezeigt hat. Stattdessen konzentriert man sich weiterhin auf eine höherwertige 3D-Technik, welche als „fotografisches 3D“ tatsächlich räumliche Bilder vor den Bildschirm projezieren soll. Laut dem Ingenieur Hamasaki benötige man für diese Technik aber die zehn- bis hundertfache Auflösung von 8K. Nur so könne man eine überzeugende 3D-Erfahrung garantieren.

Quelle: HollywoodReporter

André Westphal

Redakteur

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