OLED-Entwicklung stagniert

Fehlinvestitionen seitens LG / Samsung

Sowohl LG als auch Samsung, zwei südkoreanische Hersteller von Unterhaltungselektronik, haben enorme Summen in die Entwicklung von OLED-Bildschirmen gesteckt. Laut Analysten hätten beide Firmen allerdings auf das falsche Pferd gesetzt: Nach wie vor sei die OLED-Technik nicht ausgereift genug und außerdem zu teuer für den Massenmarkt. Stattdessen setze sich langsam 4K als Nachfolger der aktuellen 1080p-Geräte durch. In diesem Bereich hätten LG und Samsung nun aber wegen ihres OLED-Fokus Nachholbedarf, was der Konkurrenz in die Hände gespielt habe.

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Jeon Byung Ki, ein Analyst für E*Trade Korea, erklärt: „Samsung und LG haben den Markt für Ultra High Definition unterschätzt.“ Hier setzen nun die Japaner von Sony an, die bereits 55-Zoll-TVs mit 4K für ca. 5000 US-Dollar anbieten. Dies ist aktuell der günstigste 4K-TV eines weltweit agierenden, großen Herstellers.

Chung Won Suk, ein Analyst der HI Investment & Securities Co., schließt: „OLEDs bieten gegenüner LCDs kaum Vorteile was die Kosten und die Auflösung betrifft. Es ist aktuell noch viel zu früh, um die Technik auf dem Massenmarkt einzuführen. Aus diesem Grund müssen die koreanischen Hersteller ihren Fokus nun auf Ultra HD verlagern.“

Quelle: Bloomberg

André Westphal

Redakteur

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