Qualcomm kritisiert Benchmarks zu Tegra K1

Mobile Bedingungen bisher unberücksichtigt

Das neue SoC Nvidia Tegra K1 beeindruckt mit seinen technischen Spezifikationen: Der Hersteller verspricht die gleiche bzw. je nach Anwendungsgebiet sogar mehr Rohleistung als an einer Microsoft Xbox 360 oder Sony Playstation 3. Das lässt natürlich die Konkurrenz aufhorchen. Genau die meldet sich nun in Form des Anbieters Qualcomm zu Wort. Denn die Kollegen der Website Toms Hardware hatten Benchmarks zu Tegra K1 veröffentlicht, deren Aussagekraft Qualcomm stark in Zweifel zieht. Sie seien nicht auf mobile Anwendungsgebiete übertragbar.

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So ermittelte man die ersten Benchmarks zu Tegra K1 an einem All-In-One-PC – einem Referenzdesign Nvidias. Das sei aber laut Qualcomm absichtlich einigermaßen irreführend, da in Smartphones und Tablets die Abwärme eine wesentlich größere Rolle spiele. Um also wirklich Rückschlüsse auf mobile Einsatzgebiete ziehen zu können, hier wird das neue SoC schließlich in erster Linie zum Einsatz kommen, müsse man weiterhin abwarten. Bisher seien die Benchmarks laut Qualcomm nicht zu gebrauchen: „Wir müssten vielmehr Nvidias Tegra K1 wirklich in einem mobilen Anwendungsszenario erleben – vorausgesetzt es soll dort an Fahrt aufnehmen. Die Ergebnisse im All-In-One-Referenzdesign mit Heatsinks und ohne Berücksichtigung des mobilen Power-Managements sind unbrauchbar.“

Gleichzeitig betont Qualcomm als direkter Konkurrent Nvidias natürlich, dass man selbst das Ziel habe im mobilen Markt immer am meisten Leistung pro Watt zu bieten. Süffisant ergänzt Qualcomm: „Wir freuen uns darauf zu sehen, wie Tegra K1 sich in kommerziellen Produkten gegen den Snapdragon 800 / 805 behauptet.“

Quelle: Fudzilla

André Westphal

Redakteur

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