FBI offiziell: Nordkorea hat Sony Pictures gehackt

Gemeinsamkeiten zu früheren Angriffen bestätigt

Trotz Dementis hat das FBI, wie bereits gestern inoffiziell von diversen Nachrichtensendern verkündet, nun bestätigt, dass als Ergebnis der behördlichen Untersuchungen Nordkorea hinter dem Hackerangriff auf Sony Pictures stecke: „Als Ergebnis unserer Untersuchungen und Zusammenarbeit mit anderen US-Behörden, können wir angesichts des aktuellen Informationsstandes schlussfolgern, dass die nordkoreanische Regierung für den Hackerangriff auf Sony verantwortlich ist.“ Seine Ermittlungsmethoden und Quellen will das FBI aber aus Sicherheitsgründen geheim halten.

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Das FBI deutet aber an viele Gemeinsamkeiten zu vergangenen Hackerangriffen durch Nordkorea entdeckt zu haben. Zudem deuten IP-Adressen ebenfalls auf das Land hin. Zudem ähneln genutzte Software und Strategie den Angriffen auf südkoreanische Banken und Verlage im März diesen Jahres. Ergänzend betont das FBI, dass man entsetzt sei, dass Nordkorea ein privatwirtschaftliches Unternehmen und deren Mitarbeiter derart geschädigt habe.

Neue Forderungen der vermeintlichen Hackergruppe Guardians of Peache (#GOP), hinter denen offenbar die nordkoreanische Regierung steckt, richten dennoch weiterhin Forderungen an Sony Pictures: Ihnen reicht es nicht, dass Sony Pictures die Kino-Veröffentlichung des Films „The Interview“ zurückgezogen hat. #GOP verlangt, dass Sony insgesamt den Vertrieb und die Verbreitung des Films verhindere – sei es via DVD, Blu-ray, Video-On-Demand oder auch nur Raubkopie. Selbst die bereits veröffentlichten Teaser und Trailer solle Sony Pictures zurückziehen. Sollte Sony untätig bleiben, drohen die #GOP die Veröffentlichung weiterer Konzerndaten an.

Quelle: FBI

André Westphal

Redakteur

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