Facebook plant den Tod mit ein

Angehörige können Nutzerkonto auf Wunsch nach dem Ableben übernehmen

Morbide oder lange überfällig: Facebook hat eine neue Option namens „Legacy Contact“ eingerichtet, die es Nutzern erlaubt im sozialen Netzwerk für das eigene Ableben vorzusorgen. So kann man einen anderen Facebook-Nutzer als sogenannten „Legacy Contact“ bestimmen, der im Falle des Todes das eigene Nutzerkonto verwaltet. Sollte Facebook also die Informationen erhalten, dass ein Nutzer verstorben ist, erhält der als „Legacy Contact“ bestimmte Anwender eine Nachricht. Anschließend kann besagte Person im Profil des Dahingeschiedenen Nachrichten schreiben oder Meldungen zu beispielsweise der Beerdigung hinterlassen.

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Auch Profilbild und den Hintergrund kann der zuvor bestimmte Kontakt dann modifizieren. Selbst posthume Freunschaftsanfragen lassen sich noch beantworten. Sollte der Kontoinhaber es zu Lebzeiten erlaubt haben, kann der „Legacy Contact“ außerdem die Fotos und weitere Daten für sich sichern. Zugriff auf die privaten Nachrichten des Verstorbenen Kontaktes erhält der „Verwalter“ allerdings nicht.

Wer von dem angekündigten System nichts hält, kann allerdings auch einfach einstellen, dass sein Konto nach dem Ableben permanent gelöscht wird. Zunächst starten die „Legacy Contacts“ nur in den USA. Die Implementierung in weiteren Ländern ist aber bereits geplant.

Bisher erlaubte Facebook nur die Konten verstorbener Nutzer in einen „Gedenkzustand“ zu versetzen. Das neue System der „Legacy Contacts“ erweitert die Möglichkeiten stark.

Quelle: Facebook

André Westphal

Redakteur

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