Netflix will Strategie anpassen: Mehr Experimente aber auch schnellere Serien-Absetzungen

"Sense8" fällt als erstes aus Netflix Zukunftsplänen heraus

Netflix CEO Reed Hastings hat in einem Inteview mit CNBC zu Protokoll gegeben, dass der Streaming-Anbieter in einigen Punkten seine Strategie anpassen wolle. Beispielsweise wolle man seine Investitionen in Content deutlich ausbauen, denn mit mehr Filmen und Serien erreiche man bei ausreichendem Facettenreichtum natürlich auch ein breiteres Publikum. Um zudem zu verhindern, dass Netflix stagniere, müsse man immer neue Funktionen einbinden – wie etwa zuletzt Ultra HD, HDR und Dolby Vision.

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Zugleich nehme man auch am unteren Ende des Qualitätsspektrums ein Wachstum wahr: Mehr Menschen nutzen Netflix auch mobil an kleinen Bildschirmen. Deswegen habe man auf Wunsch vieler Kunden die Möglichkeit eingeführt Netlix Eigenproduktionen herunterzuladen, um sie etwa in einem Flugzeug oder Zug offline zu genießen. Auch das seien Aspekte, die Netflix laut Hastings bedenken müsse. Vor allem aber wolle Netflix seine Strategie im Bezug auf neue Produktionen etwas abwandeln: Man werde schneller bei der Hand sein, um Serien wieder einzustellen, welche nicht den eigenen Erwartungen entsprechen.

Außerdem wolle Netflix laut dem CEO mehr Risiken eingehen. Als Beispiel nennt Hastings die kontroverse Serie „Tote Mädchen Lügen Nicht“ alias „13 Reasons Why“, die sich zu einem enormen Erfolg für Netflix entwickelt hat. Auch international wolle man mehr Produktionen aus der Taufe heben, wie etwa die deutsche Science-Fiction-Serie „Dark“. Es gelte für Netflix somit flexibel zu bleiben, sich nicht auf Erfolgen auszuruhen und bei Misserfolgen schneller umzuschwenken. Nur dann könnte man seinen aktuellen Erfolg halten und ausbauen.

Quelle: CNBC

André Westphal

Redakteur

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