Xiaomi Mi Mix 2 im Test: Randlos und rastlos

18:9-Display und Rückseite aus Keramik hinterlassen bleibenden Eindruck

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Xiaomi hat mit dem Mi Mix 2 im September 2017 ein zweites Flaggschiff veröffentlicht, welches dieses Jahr das Mi6 ergänzt. Letzteres haben wir uns bereits im Test zur Brust genommen. Da lag es nahe, auch das Xiaomi Mi Mix 2 einem Review zu unterziehen. Zumal das erste Mi Mix den Trend hin zu randlosen Bildschirmen bei Smartphones erst eingeläutet hatte und das Nachfolgemodell in so gut wie allen Belangen eins draufsetzt: noch weniger Rand, dafür mehr LTE-Bänder und massive Leistung.
Kann das Xiaomi Mi Mix 2 selbst die Konkurrenz von Huawei, LG und Samsung alt aussehen lassen?

Einführung

Wie auch das Xiaomi Mi6 ist leider auch das Mi Mix 2 nicht offiziell in Deutschland erhältlich. Allerdings gibt es einen gewaltigen Unterschied: Das Mi Mix 2 unterstützt ab Werk stolze 43 (!) LTE-Bänder – inklusive das für hiesige Breitengrade wichtige LTE Band 20. Dadurch ist das Smartphone aus dem Hause Xiaomi nicht nur für Deutschland, sondern im Grunde für die ganze Welt blendend gerüstet. Das dürfte für diejenigen interessant sein, die viel geschäftlich reisen (müssen) und nach einem Gerät suchen, das in so gut wie jedem Land mobile Internetverbindungen mit hoher Geschwindigkeit nutzen kann.

Schon mit dem erste Mi Mix hatte sich Xiaomi auf die Fahnen geschrieben ein Smartphone zu veröffentlichen, das aus dem Rahmen fällt – indem es eben die Rahmen bis auf das Nötigste reduziert. Beim Nachfolgemodell hat Xiaomi den unteren Rand um den Bildschirm nochmals um 12 % verkleinert.
Die wichtigsten, technischen Eckdaten des Smartphones haben wir einmal kurz zusammengefasst.

Xiaomi Mi Mix 2
Bildschirm: 5,99 Zoll IPS LCD, Format 18:9 (2160×1080 Pixel, 403 ppi), geschützt durch Gorilla Glass 4
SoC: Qualcomm Snapdragon 835 mit acht Kernen und bis zu 2,45 Ghz Takt
GPU: Adreno 540
RAM: 6 GByte LPDDR4
Speicherplatz: 64 GByte (keine Erweiterungsmöglichkeit)
OS: Android 7.1.1 (MIUI 8)
Hauptkamera: 12 Megapixel, Blende f/2.0, PDAF, OIS, Dual-LED-Blitz, 4K-Video mit 30 fps
Frontkamera: 5 Megapixel, f/2.0, 1080p-Video
Schnittstellen: Wi-Fi 802.11 ac, Bluetooth 5.0, NFC, 4G LTE (mit Band 20), GPS, Dual-SIM, USB Typ-C
Akku: 3400 mAh (fest verbaut)
Abmessungen / Gewicht: 151,8 x 75,5 x 7,7 mm / 185 Gramm
Sonstiges: Fingerabdrucksensor an der Rückseite, Gehäuse aus Metall und Keramik, kein 3,5-mm-Audio, Benachrichtigungs-LED
Preis: ab ca. 450 Euro

Wir haben unser Testmuster von dem Händler GearBest erhalten. Dort ist das Xiaomi Mi Mix 2 in der hier getesteten Version gerade für knapp 452 Euro im Angebot (Code: „Mix64GBHandy“). Alternativ gibt es dort auch die Versionen mit 128 GByte bzw. 256 GByte in unterschiedlichen Aktionen für ca. 480 Euro (Code: „Mix128GBHandy“) bzw. 522 Euro (Code: „Mix256GBHandy“).

Um die Vorderseite möglichst randlos zu halten, behilft sich Xiaomi übrigens mit einem Kniff, der nicht bei jedem auf Gegenliebe stoßen dürfte: Die Frontkamera, welche regulär bei Smartphones an der Oberseite sitzt, rutscht an die Unterseite bzw. das „Kinn“. Dort befindet sich auch die damit ebenfalls ungewöhnlich platzierte Benachrichtigungs-LED. Gerade für Anwender, die gerne Selfies knipsen, erfordert das eine längere Eingewöhnungsphase.

Bevor wir aber weiter in die Details gehen, betrachten wir uns erstmal im nächsten Abschnitt Ausstattung und Verarbeitung des Xiaomi Mi Mix 2. Anschließend schicken wir das Smartphone durch unseren Benchmark-Parkour. Es folgt ein Blick auf Display und Kamera, bevor wir auch noch einmal kurz auf die Besonderheiten von MIUI eingehen und einige ergänzende Anmerkungen unterbringen. Zum Schluss ziehen wir natürlich ein Fazit und stellen darin heraus, für welche Zielgruppe das Xiaomi Mi Mix 2 hierzulande geeignet ist.

André Westphal

Redakteur

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