Samsung fertigt spezielle Mining-Chips

Koreaner steigen in den Mining-Boom ein und fertigen für Chinesen

Samsung ist mit seinen eigenen Fabriken einer der größten Chiphersteller der Welt für SoC, DRAM- und Flash-Speicher, steigt aber nun auch in den Markt für Mining-Chips ein. Nach einem Bericht aus Taiwan hat ein chinesisches Unternehmen Samsung mit der Fertigung seiner speziellen Chips für die Berechnung von Kryptowährungen beauftragt.

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Es ist allerdings noch unbekannt, wer der Auftraggeber ist. Bitmain Technologies, Canaan Creative und Ebang Communication sind aktuell die führenden chinesischen Hersteller von Mining-Lösungen, wobei Bitmain und Canaan ihre Chips bislang bei TSMC in Taiwan fertigen lassen und diese TSMC mittlerweile ordentliche Umsätze einbringen. Allein Canaan hat im letzten Jahr bei TSMC Aufträge im Wert von über 60 Millionen Euro gesetzt und Bitmain hat für dieses Jahr bereits größere Mengen an Chips beim taiwanischen Auftragsfertigen in Auftrag gegeben. Damit kann TSMC seine Fabriken selbst bei saisonal bedingt schwächerer Auslastung der normalen Chips (für Smartphones, Grafikkarten etc.) bis zu 90 Prozent auslasten.

Ein Mining-Chip ist eine umfassende Lösung und umfasst in einem einzelnen Chip nicht nur die CPU, sondern auch Parallelprozessor für Mining, Hauptspeicher und Datenspeicher. Ein solcher Chip benötigt nur ein sehr kleines Mainboard und wenig Strom sowie eine relativ einfache Kühlung, wenn man dies mit einem herkömmlichen PC mit Grafikkarten vergleicht. Damit können Mining-Chips in industriellem Umfeld und in großer Anzahl eingesetzt werden.

Samsung Semiconductor

Quelle: DigiTimes

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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