AMD legt neue Roadmap vor

Nächste Ryzen kommen mit Microcode-Updates gegen Spectre & Meltdown

AMD Graphics Girl

Im Rahmen der Veröffentlichung der letzten Finanzergebnisse hat AMD auch Pläne für seine CPUs und Grafikkarten verraten, die bisherige Roadmaps ergänzen bzw. korrigieren. Neue Notebook- und Desktop-Prozessoren mit integrierter Grafik sind bereits in Produktion, aber interessant sind die Ausblicke auf die nächsten Ryzen CPUs und die geplanten Grafikprodukte.

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Die neuen APUs basierend auf dem Design von „Raven Ridge“ ergänzen frühere Chips des gleichen Grunddesigns. Darunter sind zwei neue Ryzen 3 Modelle für ultradünne Notebooks, drei Ryzen Pro Modelle für Business-Laptops und zwei Ryzen Modelle für Desktop-PCs.
Details zu den Ryzen 3 2200G und Ryzen 5 2400G APUs für Desktop-PCs hatte AMD kürzlich bereits veröffentlicht und Ryzen 7 2700U sowie Ryzen 5 2500U für Notebooks wurden bereits letztes Jahr vorgestellt. Nun kommen in Kürze also auch noch drei Ryzen 3 hinzu.

Nach dieser ersten Runde von neuen Produkten in diesem Jahr widmet sich AMD den Ryzen der zweiten Generation. Diese Chips, von denen es bereits erste Muster für die Hersteller gibt, verwenden eine verbesserte Mikroarchitektur namens „Zen+“ und werden von GlobalFoundries in der 12LP-Technologie hergestellt (12-Nanometer-Struktur). Die CPU-Leistung soll bei gleicher Stromaufnahme und -verbrauch um 10 bis 15 Prozent steigen und darüber hinaus kommen diese mit Microcode-Updates, um die neuen Ryzen besser gegen die aktuellen Sicherheitslücken zu schützen – selbst wenn AMD nach eigenen Angaben weniger anfällig ist gegen Spectre und Meltdown als Intel.
Die ersten dieser Desktop-Prozessoren werden im April auf den Markt kommen. Die aktualisierten Threadripper- und Ryzen Pro-Modelle werden dagegen später in diesem Jahr erscheinen.

Während Zen+ praktisch nur ein Wechsel der Fertigungstechnologie mit einigen Optimierungen ist, kommt mit „Zen 2“ danach bekanntlich eine neue Mikroarchitektur, die sogar schon die 7-Nanometer-Technik nutzen wird. Es gibt Gerüchte, dass das Design von Zen 2 schon abgeschlossen sei, aber laut AMD wird man das finale Chip-Design (Tape-Out) erst gegen Ende dieses Jahres fertig stellen und entsprechende Produkte dann 2019 vorstellen. Prozessoren auf Basis von Zen 2 sind dann schon komplett auf die neuen Sicherheitslücken abgestimmt und werden Spectre und Meltdown keine Angriffsfläche mehr bieten.

Die Pläne nach 2018 sind zwar noch wenig detailliert, aber AMD plant eine jährliche Aktualisierung seiner CPUs und „Zen 3“ soll demnach im Jahre 2020 kommen. Diese Prozessoren nutzen dann einen verbesserte 7-Nanometer-Prozess, genannt „7nm+“.

Im Grafikbereich plant AMD neue „Radeon Instinct“ Modelle (Beschleunigung von „Deep Learning“), die die aktuelle Vega Architektur verwenden, aber in 7-Nanometer-Technik gefertigt werden. Das entsprechende Tape-Out ist noch für dieses Jahr vorgesehen.
Für PCs entwickelt AMD die „Navi“ Architektur der nächsten Generation, die ebenfalls 7-nm-Technik verwenden wird. Diese neuen GPUs werden voraussichtlich 2019 in Produktion gehen.

Quelle: eMail

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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