Gründer von Oculus VR kritisiert die Magic Leap scharf

Palmer Luckey bezeichnet das Ergebnis als Enttäuschung

Die Magic Leap ist eine neue Augmented-Reality-Brille, die bereits seit Jahren in der Entwicklung gewesen ist. Immer wieder flammte kurz der Hype um das Gadget auf, doch etliche Verzögerungen sorgten meist schnell wieder für Stille. Mittlerweile ist Magic Leap verfügbar. Der Gründer von Oculus VR, Palmer Luckey, hat sich die Brille angeschaut. Luckey war selbst Zentrum einiger Kontroversen, es ist aber klar, dass er über viel Fachwissen zum Thema Virtual bzw. Augmented Reality verfügt. Und Luckey lässt kaum ein gutes Haar an der Magic Leap.

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Seines Erachtens handele es sich hier eher um eine HoloLens 1.1. Daraus ergibt sich für Luckey dann auch das Wortspiel, dass die Magic Leap eher ein „Tragic Heap“ sei – also ein tragischer Haufen. Unter anderem bemängelt er das Betriebssystem sowie die Controller. Das magnetische Tracking sei quasi nicht zu gebrauchen und viel zu ungenau und langsam. Am OS stört Luckey, dass es sich entgegen der Angaben von Magic Leap nicht um eine Neuentwicklung, sondern vielmehr um ein angepasstes Android handele.

Im Fazit kommt Luckey zu dem Ergebnis, dass es notwendig gewesen wäre, dass die Magic Leap nach der langen Entwicklungszeit und dem Hype die Anwender wegblase. Am Ende halte man aber nun ein mittelmäßiges Produkt in der Hand, dessen Mängel verhindern würden, dass es auf breiter Fläche nützlich sei. Die Magic Leap sei in einigen Punkten besser als die Microsoft HoloLens und in anderen wieder schlechter. Bis Augmented Reality also für eine breite Masse wirklich einen Quantensprung hinlege, müsse man weiterhin abwarten – von Magic Leap sei jener laut Luckey wohl nicht zu erwarten.

Quelle: Palmer Luckey

André Westphal

Redakteur

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