MSI bereitet Mainboards für „Zen 2“ vor

Neues BIOS-Update enthält bereits Microcode für nächste AMD Ryzen CPUs

Mainboard-Hersteller bringen immer mal wieder BIOS-Updates für ihre Produkte, sei es zur Fehlerbehebung, zur Verbesserung der RAM-Kompatibilität oder auch zur Unterstützung neuer CPU-Modelle. Hauptplatinen von MSI haben kürzlich ein solches erhalten zur Einführung der neuen AMD Athlon „Raven Ridge“ APUs, aber offenbar steckt noch mehr dahinter.

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Ein BIOS-Update für die MSI X470 und B450 Mainboards erweiterte Ende Februar offizlell die Prozessorunterstützung um die im vierten Quartal letzten Jahres erschienenen AMD Athlon 200GE, 220GE und 240GE. Ein Nutzer des „MSI B450 Gaming Pro Carbon AC“ hat bei genauerem Hinsehen in seinem Beta-BIOS von MSI den Microcode „AGESA COMBO-AM4 0.0.7.2“ gefunden.

Ein dermaßen besonderes Update von AMD erschien für lediglich drei neue APUs auf Basis einer bereits etablierten Architektur etwas ungewöhnlich. AGESA ist Teil des BIOS und steht für „AMD Generic Encapsulated Software Architecture“. Die Software steuert unter anderem die Initialisierung von Prozessor, Hauptspeicher und HyperTransport-Controller des Chipsatzes.

Nun heißt es aus Quellen der Branche, dass dieses Update für AGESA tatsächlich schon der erste Schritt ist für die Unterstützung der nächsten Generation von AMD Ryzen Prozessoren für den Sockel AM4 auf Basis der neuen „Zen 2“ Mikroarchitektur (Codename ‚Matisse‘). Dies begann mit AGESA 0.0.7.x und dürfte bis zu der für Sommer offiziell angekündigten Einführung der Ryzen 3000 CPUs bis zu AGESA 1.0.0.0 weiterentwickelt werden. Mit AGESA 0.0.7.x bzw. dem aktuellen BIOS-Update von z.B. MSI könnte man wohl frühe Exemplare – die sogenannten „Engineering Samples“ – der kommenden AMD Ryzen bereits auf den Mainboards testen.

Quelle: techpowerup.com

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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