AMD Ryzen 3000 mit guter Chip-Ausbeute?

Angeblich 70 % funktionsfähige "Zen 2" Chips pro Wafer aus 7-nm-Fertigung

AMD-Techniker mit Wafer

Man muss es noch als Gerücht einstufen, aber offenbar ist AMD bei der Produktion seiner ersten CPUs aus der 7-nm-Technik recht erfolgreich. Unter Berufung auf ungenannte, aber bisher zuverlässige Quellen wird berichtet, dass die ersten Chips auf Basis der „Zen 2“ Mikroarchitektur eine Ausbeute von 70 Prozent pro Wafer erreichen.

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Das heißt, dass pro gefertigtem Wafer 70 von 100 hergestellten Chips funktionsfähig sind. Wieviele Chips pro Wafer insgesamt herauskommen, ist allerdings strenges Betriebsgeheimnis von AMD und Fertigungspartner TSMC in Taiwan.

70 Prozent Chip-Ausbeute hört sich oberflächlich betrachtet nicht herausragend an, aber man muss bedenken, dass die ersten Zen Chips aus der 14-Nanometer-Fertigung (Ryzen 1000 Serie) noch bei 80 % lagen und AMD bzw. TSMC bei der 7-nm-Produktion noch am Anfang stehen. Die Ausbeute könnte mit der Zeit noch optimiert werden.

Außerdem gibt es Gerüchte, dass Intel bei der XCC-Serie (Extreme Core Count) mit 28 Kernen wie die Xeon Prozessoren für Workstations und Rechenzentren nur eine Chip-Ausbeute von 35 % bei seiner mehrfach überarbeiteten 14-Nanometer-Produktion erreicht. Da die kommenden Treadripper und EPYC CPUs als Konkurrenten für Intel im professionellen Umfeld auf den gleichen Chips wie die Ryzen 3000 Serie basieren, aber durch das Chiplet-Design bzw. Multi-Chip-Modul mit zwei CPU-Dies unter einem Heatspreader auf die doppelte Anzahl von Kernen kommen, sind dies gute Aussichten für AMD.

Weitere Details gibt es zu den Ryzen 3000 bzw. den kommenden „Zen 2“ Chips nicht, aber man erwartet, dass AMD auf der Computex in Taiwan Ende Mai bzw. Anfang Juni mehr verraten wird.

Quelle: bits'n chips

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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