Stromausfall in Japan – SSDs bald teurer?

NAND-Flash-Produktion von WD & Toshiba stark beeinträchtigt

Nach Angaben von Western Digital und Toshiba kam es letzten Monat in Japan in einer gemeinsamen Fabrik für Flash-Speicher zu einem Stromausfall, der die Produktion kurzzeitig lahm legte. WD rechnet mit 6 Exabytes fehlendem NAND-Flash, aber Toshiba nannte keine Zahlen. Marktbeobachter rechnen mit steigenden Preisen oder zumindest einem gebremsten Preisverfall.

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Am 15. Juni fiel der Strom in der Yokkaichi Region in Japan für rund 13 Minuten aus, was u.a. die Flash-Speicher-Produktion von Toshiba und Western Digital (WD) betraf, die dort ein Joint-Venture betreiben. Seit dem wird die Fertigung wieder hochgefahren, aber konnte laut Reuters noch nicht wieder die volle Produktionskapazität erreichen. Dies soll erst Mitte Juli der Fall sein. Solange läuft die Wafer-Fertigung dort noch etwas reduziert.

Während Toshiba sich nicht zu den ausgefallenen Produktionskapazitäten äußerte, gibt WD an, dass Wafer mit ungefähr 6 Exabytes von NAND-Flash-Speicher betroffen sind. Zur Einordnung: 1 Exabyte sind 1000 Petabytes bzw. 1 Million Terabytes bzw. 1 Milliarde Gigabytes, die in nächster Zeit fehlen werden. Toshiba produziert in der Flash-Speicher-Fabrik sogar noch mehr als WD, angeblich 60 Prozent, aber das ist unklar.

Analysten des Speichermarktes wie TrendForce erwarten nun, dass die Preise für 3D-NAND-Flash, wie er in Solid State Drives (SSD) und für eMMC sowie UFS in Smartphones oder günstigen Notebooks eingesetzt wird, nicht mehr so stark fallen werden wie zuvor angenommen war. Eventuell könnten die Preise für NAND-Flash sogar wieder etwas steigen, denn andere Flash-Hersteller wie Micron hatten zuletzt ihre Produktionskapazitäten etwas verringert, was sich nun negativ auswirken könnte – zumindest für uns als Anwender.

Quelle: Western Digital

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

1 Antwort

  1. pinball sagt:

    Die finden auch immer einen Grund um die Preise zu erhöhen bzw. nicht zu senken.

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