Anker Eufy RoboVac 35C im Test: Preisgünstiger Staubsauger-Roboter - Seite 4

Der Bruder des RoboVac 30C fährt heran

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Der Eufy Robovac 35C in der Praxis

Geht es an das Saugen, dann liefert der Eufy RoboVac 35C wenig überraschend zu 100 % identische Ergebnisse zum RoboVac 30C. Kein Wunder, sind doch Saugleistung & Co. identisch geblieben und auch hier regiert das Chaos-Prinzip beim Abfahren der Böden. Auch der 35C verzichtet dabei auf einen Lautsprecher, kann also keine Sprachansagen machen, wie einige Konkurrenten aus höheren Preisklassen. Stattdessen macht er sich bei besonderen Ereignissen auf Wunsch mit einem Signalton bemerkbar, den man auch manuell aktivieren kann, falls man nach dem möglicherweise stecken gebliebenen Roboter sucht.

Wie wir schon im Test zum 30C schrieben, kommt das durchaus vor: Es hat seinen Grund, dass etwa im Lieferumfang ein paar Kabelbinder beiliegen. So schleift der RoboVac 35C Kabel gnadenlos mit bis entweder das Ende der Fahnenstange erreicht ist oder aber das jeweilige Kabel seinen Halt verliert. Andere Szenarien, in denen der Roboter irritiert werden kann, sind etwa das Ansaugen von Stoff-Überhängen oder das Navigieren zwischen die Beine eines Wäscheständers, was den kleinen Kerl vor ungeahnte Herausforderungen stellt.

Wie schon erwähnt, reinigt der Eufy RoboVac 35C nach dem Chaos-Prinzip. Er merkt sich also nicht, welche Areale er bereits abgegrast hat und kann auch keine Karten der Räumlichkeiten anfertigen. Das sind also Nachteile gegenüber teureren Modellen mit Laser-Sensoren. Im Klartext fährt der 35C eben auch mal Bereiche mehrfach ab, kann aber mit Pech auch mal Stellen vernachlässigen.

Wegen des Chaos-Prinzips dauert die Reinigung zudem länger. Da die Saugleistung wie beim 30C auch beim 35C 1500 pa beträgt, ist dieser Roboter am besten für Wohnungen mit Parkett, Laminat oder Dielen geeignet. Wir würden den Staubsauger Menschen mit Hunden oder Katzen hingegen leider nicht empfehlen. Doppelt gilt das, wenn auch noch Teppiche vorhanden sind, wo sich Tierhaare noch besser festsetzen können. Da muss der 35C einfach kapitulieren.

Bei der Lautstärke bleibt der Eufy RoboVac 35C mit maximal 55 db eher moderat. Im Alltag macht das aber nicht viel aus, denn hören kann man den kleinen Haushaltshelfer eben doch bestens. Mal eben entspannt ein Buch lesen, während der Sauger unter den Füßen durchrauscht, das ist also kein realistisches Szenario. Da verzieht man sich lieber in ein anderes Zimmer. Das ist auch gefahrlos möglich, denn der Roboter fährt zwar Erhöhungen von maximal 2 cm herunter, hält aber an höheren Absätzen und Treppenstufen brav inne.

Über ein Stuhlbein schafft es der RoboVac 35C ebenfalls, er erklimmt bis zu 15 mm. An Hindernisse fährt der kleine Helfer vorsichtig heran. Stößt er doch einmal an, passiert nichts, denn er verfügt über gefederte „Stoßstangen“ mit Gummierung.
Wie beim 30C sollte man mit Langflor-Teppichen vorsichtig sein und jene vielleicht lieber als No-Go-Areale definieren. Da verheddert sich der RoboVac 35C mit Vorliebe.

Insgesamt liefert der Eufy RoboVac 30C aber sehr gute Saugergebnisse und leistet für seinen Preis im wahrsten Sinne des Wortes saubere Arbeit.

André Westphal

Redakteur

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