AMD Ryzen 4000 Mobil-APUs vorgestellt

Neue "Zen 2" CPUs mit bis zu 8 Kernen & Vega Grafik für Notebooks

Auf der CES in Las Vegas hat AMD neben Ryzen Threadripper 3990X Workstation-CPU und Radeon RX 5600 XT Grafikkarte auch neue APUs für Notebooks vorgestellt. Die neuen Ryzen 4000 Mobilprozessoren bauen erstmals auf die „Zen 2“ Mikroarchitektur, kommen aus der 7-Nanometer-Fertigung und sollen Intel sowohl in Gaming- als auch leichten und flachen Laptops unter Druck setzen.

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Nach Angaben von AMD sollen die neuen Ryzen 4000 Mobilprozessoren konkurrenzfähig sein sowohl zu „Ice Lake“ als auch zu „Comet Lake“ Mobil-CPUs von Intel. Codename der neue Ryzen 4000 ist ‚Renoir‘ als Nachfolger von ‚Picasso‘, den bisherigen Mobil-CPUs von AMD (Ryzen 3000). Letztere basierten noch auf der Zen+ Mikroarchitektur und kommen aus der 12-Nanometer-Fertigung. In beiden Punkten hat AMD hier mit Ryzen 4000 deutlich nachgelegt, so dass das Verhältnis von Performance pro Watt laut Hersteller verdoppelt werden konnte. Dazu kommt die Unterstützung von schnellem LPDDR4X statt normalem DDR4 Hauptspeicher. Durch die „Zen 2“ Architektur und die höhere Anzahl von CPU-Kernen sieht sich AMD im Vorteil gegenüber Intels „Ice Lake-H“ Mobil-CPUs wie dem Core i7-1065G7 und verweist auf eine 4 Prozent bessere Einzel-Thread- sowie auf eine 90 % höhere Multi-Thread-Performance.

Die integrierte Grafikeinheit kommt noch aus der ‚Vega‘ Generation, soll aber durch einige Optimierungen schneller geworden sein als bei der vorherigen Ryzen 3000 Generation von Mobilprozessoren. Dadurch soll die Grafik-Performance bis zu 28 % höher liegen als bei der Intel Core i7-1065G7 Mobil-CPU.

AMD bietet den Ryzen 4000 in der H-Serie mit bis zu 45 Watt für Gaming- und Creator-Laptops sowie in der U-Serie mit 15 Watt für leichte und flache Notebooks an. Die Topmoodelle sind Ryzen 7 4800U bzw. 4800H mit jeweils acht Kernen plus SMT für 16 Threads gleichzeitig. Aufgrund der unterschiedlichen Stromaufnahmen sind die Taktraten natürlich niedriger beim 4800U. Außerdem wurden auch Ryzen 4000 Mobil-CPUs mit vier und sechs Kernen angekündigt.

Das neue Flaggschiff für Gaming-Laptops ist der AMD Ryzen 7 4800H. Dessen Grafikeinheit verfügt über eine niedrigere Anzahl von Compute-Einheiten als die U-Serie, aber AMD begründet dies damit, dass Gaming-Notebooks ohnehin mit einem diskreten Grafikchip ausgestattet sind, wie z.B. der bereits angekündigte ROG Zephyrus G14 Gaming-Laptop von ASUS mit GeForce GTX Grafik. AMD verspricht aber auch, noch in der ersten Hälfte diesen Jahres eigene konkurrenzfähige Gaming-Grafikchips wie die Radeon RX 5600M und 5700M zu bringen. Hier will AMD auch ein eigenes Feature namens „SmartShift“ einsetzen, die ähnlich wie Nvidia Optimus die Grafik-Power zwischen integrierter Grafikeinheit und diskretem Grafifchip intelligent aufteilt bzw. nutzt.

Nach Angaben von AMD werden die ersten Notebooks mit den Ryzen 4000 Mobilprozessoren noch in diesem Quartal erhältlich sein und im Laufe dieses Jahres verspricht AMD sogar über 100 verschiedene Modelle.

Quelle: AMD

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

5 Antworten

  1. titi sagt:

    Wäre zu schön wenn die Hersteller dazu auch mal passende Laptops anbieten würden, mit:
    – passender Kühlung ( also ohne massive Taktreduzierung durchs BIOS/Laptop Hersteller)
    – allgemein ein BIOS zum Prozessor passend ( Ohne Freezes im Betrieb )
    – Funktionierendes Powermanagement auch unter Linux ( hab keine Ahnung wie gut das unter Windows läuft )
    – Keine Freezes ( mit der integrierten Grafik ? oder ist es doch das Powermanagement ?) unter Linux

    Die Ryzen Desktop Prozessoren ( OHNE Grafik! ) funktionieren so gut und problemlos es wäre einfach zu schön das auch im Laptop erleben zu dürfen.

    • Also ich persönlich habe mir im Sommer ein 14″-Notebook von HP mit Ryzen 5 3500U zugelegt und kann mich bisher überhaupt nicht beklagen. Läuft problemlos (ohne Freezes) praktisch jeden Tag. Das war bei meinem alten Ultrabook mit Intel Core i7 (Ivy Bridge) noch anders. 😉
      Spiele muss ich erst noch ausgiebiger testen, aber nutze auch nur Win10. Keine Ahnung, wie es mit Linux ist.

    • titi sagt:

      Wir haben hier zwei 2500U HP Laptops die doch recht viel Ärger machen.
      Besonders ärgerlich finde ich, dass die CPU/GPU sehr schnell sehr stark runtergetaktet wird und überhaupt nicht ihr Potential ausspielen kann. Ist das denn beim 3500U HP Laptop besser? Oder taktet der auch nach 10 Sekunden auf 2000 Mhz runter wenn man ihn mal etwas belastet? Das passiert ja unabhängig vom Betriebsystem durch das Bios .

      Das mit den Freezes sollte inzwischen wirklich behoben sein, das waren allem anschein nach firmware probleme die mit neueren Bios-versionen gefixt werden. Es sei denn sie haben was neues „eingebaut“ 😉

    • > Oder taktet der auch nach 10 Sekunden auf 2000 Mhz runter
      > wenn man ihn mal etwas belastet?

      Also die Taktrate schwankt laut CPU-Z ständig zwischen 1200 und 3800 MHz, selbst wenn man mit dem Notebook nur arbeitet (Internet, Office, Bildbearbeitung). Aber stören tut das wenig, denn gefühlte Leistung bleibt eigentlich konstant. Den Lüfter hört man nur selten. Vielleicht ist dieses Modell besser eingestellt.

  2. Hans sagt:

    Weiter so AMD!
    Einfach Cool wie AMD auftischt.

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