PlayStation 5 auch mit AMD „Zen 2“ & RDNA2

Sony verspricht vor allem deutlich schnellere SSD als neue Xbox

Nachdem Microsoft kürzlich die Spezifikationen seiner Xbox Series X enthüllt hatte, hat Sony nachgezogen und im Rahmen einer Videopräsentation viele Details der ebenfalls zu Weihnachten erwarteten PlayStation 5 verraten. Die Hardware der neuen Sony-Spielkonsole ähnelt der Xbox aufgrund gleicher AMD-Basis, aber man betonte den deutlich schnelleren SSD-Zugriff und 3D-Audio.

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Mark Cerny, der leitende PS5-Architekt, erklärte, dass die PlayStation 5 über einen gemeinsam mit AMD entwickelten Prozessor mit acht „Zen 2“ Kernen bei 3,5 GHz und eine „RDNA 2“ GPU mit 36 Compute-Einheiten sowie Hardare-unterstütztem Raytracing verfügt. Während die CPU-Basis praktisch gleich ist wie bei der Xbox Series X – wobei SMT von Sony nicht erwähnt wurde – scheint die Grafikeinheit der PS5 etwas weniger leistungsfähig zu sein. Das deutet auch die von Sony genannte theoretische Performance von 10,28 TeraFLOPS an, denn die neue Xbox kommt auf 14 TFLOPS. Allerdings sind die Taktraten der GPU höher mit 2230 statt 1825 MHz und Sony erklärte, dass dies wichtiger sei als mehr Stream-Prozessoren oder Shader-Einheiten, denn alle GPU-Komponenten wie Rastereinheiten, Befehlspuffer und Cache würden dadurch beschleunigt. Außerdem seien die Taktraten variabel und würden sich der Belastung anpassen, wie man es auch von PCs kennt.

Wie die neue Xbox verfügt auch die PlayStation 5 über 16 GByte GDDR6-Speicher, aber dieser wird mit einheitlichem Takt angesprochen. Dadurch ist die Bandbreite durchgehend gleich bei 448 GByte/s, während Microsoft hier aufteilt mit 10 GByte bei 560 GByte/s und 6 GByte bei 336 Gbit/s. Allerdings ist die Speicherschnittstelle bei Sony etwas schmaler mit 256 statt 320 bit.

Wo Sony auftrumpfen konnte, ist der schnelle Zugriff auf Massenspeicher. Während Microsoft die Xbox-SSD mit 2,4 GByte/s spezifiziert, verrpricht Sony für seine PS5-SSD 5,5 GByte/s regulär und bei vorkomprimierten Daten sogar 8 bis 9 GByte/s. Außerdem verzichtet Sony auf ein proprietäres Erweiterungsmodul wie die Xbox Series X und erklärte, man kann die PlayStation 5 auch durch normale NVMe SSDs erweitern. Allerdings müssen diese von Sony getestet und zertifiziert worden sein, denn Sony nutzt spezielle SSDs mit mehr PCI Express Lanes, um auf die hohen Übertragungsgeschwindigkeiten zu kommen. Normale PCIe 4.0 NVMe SSDs könnten hier nicht ausreichen.

Sony betonte außerdem das 3D-Audio Feature seiner PlayStation 5. Durch eine sogenannte „Tempest Engine“ mit anhand von rund 100 Testpersonen ermittelten Sound-Profilen will Sony den idealen Raumklang für jeden Geschmack bzw. jedes Ohr gefunden haben.

Was Sony nicht gezeigt hat, war die Spielkonosole selbst und auch keine neuen Controller. Und natürlich wurden auch weder Preis noch Einführungstermin genannt, wobei klar ist, dass die PlayStation 5 wie die Xbox Series X zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft kommen wird. Vielleicht wird es im Oktober oder November schon soweit sein. Gerüchte über knapp 500 Euro für die PS5 aufgrund relativ hoher Herstellungskosten gab es schon letzten Monat.

Quelle: eurogamer.net

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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