Anker eufy HomeVac S11 Infinity im Test - Seite 3

Akkubetriebener, beutelloser Handstaubsauger in zwei Ausführungen

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Der Anker eufy HomeVac S11 Infinity im Praxistest

Ein paar Feinheiten des Anker eufy HomeVac S11, die uns aufgefallen sind: An der großen Walze sitzen vorne vier kleine LEDs, die beim Saugen in dunklen Ecken behilflich sind. Feine Sache, gerade wenn man vielleicht mit dem Rohr in einem Winkel hinter einem Vorhang oder einem Regal auf Staubfang geht.

Was uns weniger gefallen hat: Den „Abzug“ des Saugers muss man während des Reinigens gedrückt halten, sonst knipst er sich aus. Ein Druck zur Aktivierung und ein weiterer zur Abschaltung wäre uns lieber gewesen. So kann man den Sauger dadurch nicht beliebig anfassen, was eventuell das Erreichen einiger Winkel erschwert. Lässt man den Aktivierungsbutton los, schaltet sich zudem die Saugstufe auf das Setting „Standard“ zurück. Wer also zuvor mit maximaler Leistung oder besonders ruhig ans Werk ging, muss nun manuell in den Modus seiner Wahl zurückschalten.

Wiederum positiv: Der Staubbehälter des HomeVac S11 lässt sich abnehmen, bleibt aber verschlossen. Beim Jimmy JV51 etwa war der Behälter oben offen, entfernte man ihn vollständig. Das hat Anker wesentlich besser gelöst und es erleichtert die Entleerung und Reinigung des Geräts. Letztere sollte man nach 2-3 Saugvorgängen etwas gründlicher durchführen, da in unserem Test auch außerhalb des Behälters ein wenig Schmutz am Body des Saugers hängen geblieben ist – sozusagen im Lauf, der zum Behälter führt.

Doch wie fällt die Saugleistung aus? Wie auch die Saugroboter von Anker, so fühlt sich der eufy HomeVac S11 am wohlsten auf glatten Parkett-, Laminat und Dielenböden – einmal mit der Walze rüber und der Dreck weicht. Gegenüber dem Jimmy JV51 ist eine deutliche Mehrleistung und ein wesentlich besseres Saugergebnis mit weniger Aufwand zu erreichen. Selbst im Standard-Modus saugten wir Haare, kleinere Krümel und z.B. Sand mit Leichtigkeit weg.

Der Handstaubsauger ohne Behälter und Aufsätze

Für Teppich empfiehlt es sich den Maximalmodus zu verwenden, sonst ist das Saugergebnis nicht zufriedenstellend. Speziell bei Langflor kommt die Power des Saugers sonst an ihre Grenzen. Den besonders weichen Schon-Aufsatz haben wir allerdings nicht benötigt. Wer jedoch Möbel aus Holz fix absaugen möchte, wird hier einen Mehrwert des Infinity-Pakets entdecken.
Auch bei einer Couch oder einem Sessel erreichten wir gute Ergebnisse und nutzen dafür die einfache Fugendüse, um etwa Ritzen zu reinigen. Lob gibt es hier auch für das verwendete Filtersystem, was Allergikern ebenfalls ein Segen sein wird.

Sicherlich spielt für manchen potenziellen Käufer auch die Akkuleistung eine Rolle – schließlich nützt das beste Saugergebnis nichts, wenn auf halbem Zimmerdurchgang der Ofen aus ist. Anker verspricht ca. 40 Minuten Laufzeit – wir erreichten im Test allerdings nur diesen Wert, wenn wir zwischen Standard- und Quiet-Stufe wechselten. Wer mit voller Leistung, also der Stufe „Maximal“ ans Werk geht, landet nur bei 8 bis 10 Minuten. Somit sei es empfohlen, den Wert von 40 Minuten mit Vorsicht zu genießen, denn wie lange der eufy HomeVac S11 durchhält, hängt von der Art der Nutzung ab.

André Westphal

Redakteur

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